Ich hab 3-4 mal am Tag Sex mit ihr, manchmal 6 mal, und bin immer noch rallig

ich hab dauernd Lust und will ständig Sex, auch onanieren

Ich kann es einfach nicht lassen, mich ständig zu befriedigen

Hi Beatrice,
sorry, es klingt irgendwie komisch (sogar für mich), aber ich möchte dauernd Sex haben (ich würde soweit gehen, mich notgeil zu nennen). Es ist so, dass ich mit meiner Freundin drei bis vier Mal (durchschnittlich), manchmal bis sechs Mal am Tag schlafe, doch kurz nach dem Sex bin ich wieder rallig und muss mir dann ständig zusätzlich ca. zweimal am Tag einen runter holen. Dadurch dass wir so oft Sex haben, hat sie manchmal einfach kein Bock mehr drauf. Wenn ich alleine bin, also keine Freundin hatte/habe, hole ich mir bis 8 Mal am Tag einen runter, aber ehrlich gesagt bringt es mich (seelisch/psychisch) irgendwie runter, unter anderem da ich den ganzen Tag rallig rumlaufe und an nichts anderes als Sex denken kann. Naja, ich kann mit meiner Ralligkeit überhaupt nicht umgehen.
Was soll ich machen? Ist es überhaupt schädlich, so oft? (also bei mir wird der Penis ein bisschen rot, aber es gibt keine Schmerzen.) Wie sieht es im Alter aus, werde ich irgendwelche Schäden haben? Ich habe mir überlegt eine Nymphomanin zu finden, aber wie soll ich das anstellen!? Weil die Freundinnen, die ich hatte und in die ich auch verliebt war, geben so nur 2 Mal am Tag und das belastet mich dann. Bin ich selbst ein NymphoMann? Ist es überhaupt normal?
Hab schon fast alle Briefe gelesen, die meinen Fall irgendwie betreffen, z.B. wenn die Freundin weniger oft will als er. Oft ist die Antwort, dass der Mann sich dann selbst besorgen sollte. Und ich möchte es sehr oft und bekomme meinen Alltag nicht in Griff. Als Lösung mache ich es halt so oft, bis er “tot“ ist und nichts mehr geht (für eine Weile zumindest).
Gruß, Leo (24)

Hi Leo,
ist es okay, wenn ich offen und direkt mit dir rede? Also: Mich wundert, dass deine Freundin überhaupt noch bei dir ist – und noch mit dir schläft! Denn jede andere Frau hätte bei dieser Häufigkeit schon längst die Flucht ergriffen. Warum? Es ist VIEL ZU VIEL!!! Selbst einmal am Tag (also 7 x die Woche) gilt schon als recht viel, vor allem weil die empfindliche Scheide der Frau gewisse Erholungspausen braucht.
Abgesehen davon ist so viel Sperma gar nicht gut für das Scheidenklima; es hat bald nicht mehr genug Abwehrkräfte und neigt zu Entzündungen und anderen Erkrankungen. Insofern ist dieses Übermaß an Sex für deine Freundin deutlich schädlicher als für dich, der du da recht robust zu sein scheinst.
Ferner ist das ja nicht nur eine körperliche Sache. Fast jede Frau fände so viel Vögelei schrecklich, weil sie das Gefühl hätte, dass du hauptsächlich mit ihr zusammen bist, um deinen übermäßigen Trieb abzureagieren. Unternimmst du überhaupt was mit deiner Freundin, also gehst du mit ihr auch mal vor die Tür? Eher nicht, hm?

Wie auch immer: Du hast etwas, was man Sexsucht nennt. Und in deinem Fall würde ich keineswegs raten, das durch Onanieren abzubauen, denn es nützt es nicht viel.

“Ist es überhaupt schädlich, so oft?? … Wie sieht es im Alter aus, werde ich irgendwelche Schäden haben?“
Schwer zu sagen, ob es körperliche Schäden gibt. In der Regel wird eine Sexsucht, wenn die nicht vom Fachmann behandelt wird, immer schlimmer; sie beherrscht das ganze Leben, gefährdet Job, Beziehungen, Finanzen, und so mancher Sexsüchtige hat sich in einem Moment der Gier entweder eine sexuell übertragbare Krankheit zugezogen (oder übertragen!) oder sein bestes Stück beim Onanieren mit Gegenständen so beschädigt, dass er in die Notaufnahme musste und/oder bleibende Schäden davontrug. Nun ja, und was jetzt schon zutrifft, ist, dass dein Onanieren nicht nur ein Zwang bei dir ist, sondern auch dass es dein Leben und deine Beziehungen beeinträchtigt. Das sind die Kennzeichen einer Sucht. Du wirst es ungern hören, aber ein Gespräch bei einem Therapeuten, der auf Sexualberatung spezialisiert ist, würde dir vieles deutlich machen. Es wäre gut, wenn du wenigstens mal ein Probegespräch bei so jemandem machst.
Und bitte lies dazu ein Selbsthilfe-Buch, z.B.:
«Hilfe gegen Pornosucht und Sexsucht: Das Lavario-Programm».
Herzlichst,
Beatrice Poschenrieder