Obwohl sie weder schwanger ist noch stillt, kommt Milch aus ihren Brüsten

Hallo Beatrice!
Seit einigen Monaten bin ich mit einer sehr gutaussehenden Frau (31) zusammen. An sich läuft alles wunderbar, nur da ist eine Sache. Obwohl sie weder schwanger ist noch ein Kind stillt, kommt Milch aus ihren Brustwarzen, wenn ich diese streichle. Es nicht so viel, wie wenn eine Frau ihr Baby stillt, aber es ist da. Es ist auch gar nicht so dick wie die echte Muttermilch.
Natürlich habe ich sie darauf angesprochen, aber es war ihr sehr peinlich. Beinahe wäre sie aus meiner Wohnung gestürmt! Sie hat total verzweifelt zum Heulen angefangen, und ich habe ihr dann versichert, dass mich das nicht stört an ihr. Ich habe aus den Gesprächen herausgehört, dass sie deshalb von einigen Freunden verlassen worden sei und dass der letzte sie als eine „Kranke“ und als einen „Freak“ bezeichnet hat, was sie sehr mitgenommen hat. Deshalb kann ich auch nicht so direkt mit ihr über das Thema sprechen.

Jetzt wo wir die Übereinkunft haben und ich bei ihr eingezogen bin, ist sie ganz anderes als früher. Vor unserem Gespräch war es ihr nicht angenehm, an den Brüsten berührt zu werden. Jetzt kann sie kaum genug davon bekommen.

Als wir vor kurzem laufen waren, hat sich durch BH und T-Shirt dieses milchartige Zeug herausgearbeitet. Da habe ich es ihr gesagt, dass es mir aufgefallen ist. Sie wollte es abtun und sagte, es sei bloß Schweiß. Ich wollte nicht nachbohren und wir liefen weiter. Als wir an unserem Umkehrplatz, einem Brunnen und einer Sitzbank im Wald, pausierten, machte sie wie immer ihre Schenkeldehnung. Ich saß daneben und genoß es zuzusehen. Ihr Top hing nach vorn weg und ich konnte einen Teil ihres Bauches sehen. Er war nass. So als ob ich sie mit Milch angespritzt habe. Klar, es war mit viel Schweiß vermischt, aber das Zeug floss abenteurlich. Von den Brüsten durch den BH den Bauch hinab bis in die Hose. Ich stand auf, küsste sie und schob meine Hand unters Shirt und tat so, als ob ich nichts bemerkte.
Ich kann sagen, es stört mich nicht und darum geht es mir auch gar nicht. Dass ich beim Sex nasse Hände habe und da ich meist die Wäsche wasche, habe ich mich auch daran gewöhnt, dass es nach ranziger Milch riecht.
Was ich interessiert, ist, ob es gesundheitliche Folgen für sie haben kann.
Sie hat einmal erwähnt, beim Arzt gewesen zu sein und er habe gesagt, es sei zwar nicht normal, aber krank sei sie eigentlich nicht. Nur Kinder würde sie wohl kaum bekommen. Wieso eigentlich?
Manuel (33)

Kommt Milch aus ihren Brüsten?

Zu Beginn des Joggens sieht ihr Shirt noch normal aus, später ist vorne alles nass…

Hallo Manuel,
aller Wahrscheinlichkeit nach hat sie ein körperliches Phänomen, das medizinisch Galaktorrhoe genannt wird.
Es kann u.a. damit zusammenhängen, dass eine Frau zu viel Prolaktin im Körper hat, ein Hormon, das dafür sorgt, dass bei werdenden Müttern der Milchfluss in Gang kommt und bei stillenden Müttern eben genug Milch produziert wird. Und so lange das der Fall ist, werden die Frauen auch nur mit geringer Wahrscheinlichkeit schwanger (hat die Natur so eingerichtet, damit eine Frau, die eben Mutter geworden ist und noch stillt, nicht gleich das nächste Baby bekommt). Wahrscheinlich hat der Arzt, bei dem sie mal war, das deswegen gesagt. Aber warum er da nur diese lapidare Aussage tut, versteh ich nicht ganz. Denn erstens hat deine Freundin einen erheblichen Leidensdruck, zweitens:
Obiger Zusammenhang ist längst nicht immer gegeben! Es kommen auch andere Ursachen für den Milchfluss aus der Brust in Frage, wie eine Schilddrüsenunterfunktion, bestimmte Medikamente, Tumoren. Zum Beispiel ein Tumor an der Hirnanhangdrüse.
Oft verschwindet die Galaktorrhoe nämlich bald von selber wieder – jedoch deine Freundin hat es schon lange, das heißt, ein (gutartiger) Tumor kann da durchaus in Frage kommen.

Ich finde, du solltest deine Freundin mal ernsthaft dazu anhalten, zu einem richtig guten Frauenarzt zu gehen, noch besser in die gynäkologische Abteilung einer Klinik – immerhin ist das Problem lästig, und es muss doch einen Weg geben, es zu behandeln! Klar wird sie wieder empfindlich reagieren, aber das ist doch besser, als das Problem ewig totzuschweigen und zu tun, als wäre es gar nicht vorhanden.
Herzlichst
Beatrice Poschenrieder