Ich komme nur, wenn ich seine Hoden heftig an meiner Klit reibe

Hallo Beatrice,
ich bin vielleicht „etwas anders“, aber ich werde nur dann geil genug, um einen richtigen Orgasmus zu bekommen, wenn ich meine Klitoris an den Hoden meines Partners reibe. Das heißt, ich sitze so auf ihm, dass sein Penis außerhalb von mir ist, aber seine Eier in meiner Scheide, und dann reibe ich meinen Kitzler an dem Stück, was sozusagen zwischen Hodensack und Penisansatz liegt.
Das ist aber nicht nur technisch schwierig (wenn wir das versuchen, werde ich immer sehr nass und dann rutschen sie um so leichter wieder heraus), es ist für meinen Partner auch oft unangenehm oder sogar schmerzhaft. Denn wenn mein Höhepunkt näher kommt, reibe ich mich immer heftiger an seinem Skrotum und stopfe es auch recht unsanft wieder in meine Vagina, wenn es rausrutscht.
Da er auf diese Art meist selber nicht kommt, muss er anschließend onanieren (oder ich tue es für ihn).
Wir haben auch versucht, ihn erst in mir kommen zu lassen und dann den Hoden-Klitoris-Teil folgen zu lassen. Aber nachdem er ejakuliert hat, ist er auch seelisch abgeschlafft und empfindet meine Versuche, mich an seinen Hoden bis zum Orgasmus zu reiben, als doppelt schmerzhaft.

Meine Sorge: Bin ich vielleicht pervers?
Meine Frage: Was kann ich tun, um von dieser Fixierung auf die Hoden loszukommen? Kann ein Psychiater so etwas behandeln? Ich möchte meinen Freund nämlich nicht verlieren, da wir uns sonst prima verstehen und auch an Heirat denken.
Deine Katharina (25)

Ich brauche für meinen Orgasmus seine Hoden in meiner Scheide

Um zu kommen, muss ich komplizierte Verrichtungen machen

Liebe Katharina,
bist du pervers? Aber nein. Du hast halt eine etwas unglückliche sexuelle Fixierung. Sowas lässt sich durchaus auflösen, aber ein Psychiater ist dafür absolut nicht die richtige Adresse. Besser wäre eine Psychotherapeutin mit Spezialisierung auf Sexualtherapie.
Mit der kleinen kostenlosen Beratung hier kann ich nicht allzu viel für dich tun. Mein Tipp wäre, dass ihr beide möglichst viel herumexperimentieren solltet, um einen Ersatz für diese Technik zu finden. Vielleicht wäre es auch gut, wenn ihr deine Hoden-Technik für eine Weile ganz unterlasst, selbst wenn das bedeutet, dass du nicht kommst. Aber es wäre ja nur für einen begrenzten Zeitraum, z.B. acht Wochen. Denn je öfter du etwas Bestimmtes machst, desto stärker „brennt“ sich das Muster ins Gehirn ein. Um eine Fixierung aufzulösen, muss man sie konsequent und ziemlich lange durch eine andere Verhaltensweise ersetzen.

Sicherlich würde dir dabei auch mein Buch “Stöhnst du noch oder kommst du schon?: Der sichere Weg zum Orgasmus” helfen, denn da stehen wirklich sehr viele Tipps und Anleitungen drin, sprich, es gibt zahlreiche Möglichkeiten, eine Frau zum Höhepunkt zu bringen. Die könntest du alle einfach mal ausprobieren – vielleicht ist ja etwas dabei, was bei dir funktioniert.
Liebe Grüße
Beatrice Poschenrieder