Können Hoden-Misshandlungen bleibende Schäden anrichten?

Hallo Beatrice,
ich stehe total darauf, wenn meine Freundin kräftig mit meinen Hoden spielt, sie knetet, schlägt, zieht, quetscht, dreht, usw.. Je fester und ausgelassener sie wird, umso erregter werde ich.
Da wir aber irgendwann ja auch noch Kinder haben wollen, sollten natürlich keine bleibenden Schäden entstehen. Nun unsere Frage: Was sollten wir bei unseren Spielchen unbedingt beachten, damit wir keine bleibenden Schäden anrichten?
Wir haben schon versucht, auf diese Spielchen zu verzichten, aber es geht nicht. Ich brauche das einfach manchmal.
Lieben Gruß, Chris (26)

Hi Chris,
ganz folgenlos bleibt das mit Sicherheit nicht, aber definitiv und für deinen speziellen Fall kann es euch nur ein Urologe beantworten. Der müsste sich deine Hoden mal ansehen, vielleicht auch Ultraschall machen und eine Spermaprobe untersuchen (also wieviel brauchbare Spermien drin sind usw.).

“Was sollten wir bei unseren Spielchen unbedingt beachten, damit wir keine bleibenden Schäden anrichten?”
Mit den Hoden spielen und sie nicht allzu doll kneten bzw. ziehen, das dürfte okay sein. Alles andere (alle Praktiken, die Schmerzen verursachen, wenn man noch ein normales Schmerzempfinden dort hat) kann Schäden anrichten, vor allem bei häufiger Wiederholung. Und damit meine ich alles, was häufiger als einmal im Jahr vorkommt.
Die Natur hat die Hoden nicht von ungefähr mit einer hohen Schmerzempfindlichkeit ausgestattet – einfach weil die Dinger so sensibel sind und man sie dann eher vor Schlägen, Druck, Quetschungen usw. schützt! Sprich: Schlagen, Treten, Quetschen, heftiges Drehen und ähnliches ist nicht gut für deine Spermien-Fabrik, und übrigens auch nicht für deine männlichen Hormone, denn die werden dort ja auch produziert! Und das kann für dich noch deutlichere negative Folgen haben.

Wenn du das “brauchst” und nicht drauf verzichten kannst, dann vor allem deshalb, weil du dich selber darauf konditioniert hast. Das ist wie eine Art Gewohnheit, die man, weil man sie so häufig gemacht hat und weil das Gehirn sie meist mit etwas Angenehmem verknüpft (z.B. Alkohol trinken), einfach nicht lassen kann. Das Abgewöhnen erfordert einen Verzicht, der für etliche Wochen echt unangenehm sein kann, aber danach ist es nicht mehr so schlimm.
Herzlichst, Beatrice Poschenrieder