Frag Beatrice

Meine Frau will, dass ich dominanter bin, wie mache ich das?

Sie wünscht, dass er beim Sex und im Alltag mehr Dominanz zeigt – viel mehr! Was meint sie damit?? Er dachte, Frauen wollen, dass ein Mann liebevoll ist

Sie will nicht mehr die Hosen anhaben, und sie will keinen Puschentiger mehr…

Hallo Beatrice!!
Ich habe da ein Problem: Meine Frau befindet sich zur Zeit in psychologischer Behandlung, und gestern hatten wir ein Paargespräch. Dabei hat sich herausgestellt, dass sie sich wünscht, dass ich beim Sex dominanter (wie auch im alltäglichem Leben) werden soll – und zwar deutlich! Ich sei ihr zu “soft”.
Nun meine Frage: Was genau meint und will sie? Wie mache ich das?? Beziehungsweise, wie soll ich mich beim Sex jetzt verhalten?
Ich war/bin eigentlich immer bemüht gewesen, ein zärtlicher Liebhaber zu sein, und habe gedacht, dass es das ist, was meine Frau möchte. Aber nun bin ich doch etwas verunsichert. Kann man(n) das dominantere Verhalten „erlernen“???
Denn ich weiß nicht, wie ich mich nun richtig verhalten soll.
Danke für deine Hilfe,
Johannes (30)

Lieber Johannes,
die meisten Frauen wünschen sich einen Mann, der beides ist:
1) zärtlich und einfühlsam,
2) auch mal dominant, d.h., er zeigt und sagt, was er will, er leitet sexuelle Handlungen ein (z.B. Stellungswechsel, oder mitten im Verkehr aufhören und die Frau lecken), er macht freche Vorschläge (z.B. Sex außerhalb des Bettes oder außerhalb der Wohnung).
Ein Mann, der eher zögert und abwartet und sich zu stark danach richtet, was die Partnerin will oder “wollen könnte”, mag zwar ein rücksichtsvoller netter Typ sein, aber erstens hat der Sex mit ihm keinen Schwung, kein Tempo, zweitens ist dann alles so vorhersehbar und daher nicht so spannend.
Unspannend und daher auch nicht erotisch ist es auch deswegen, weil die Fau spürt, dass er Angst hat, etwas falsch zu machen. Und ein Mann, der sich eher von Angst als von Lust leiten lässt, ist eben nicht sexy. Sehr genau erklärt ist das in meinem Buch «Sexbewusstsein: So finden Sie erotische Erfüllung» (8,99 Euro).
Natürlich gibt´s in dem Buch auch Tipps und Lösungsvorschläge (siehe unten auch mein Video dazu!)

Drum trau dich, einfach mal zu machen und zuzupacken! Lass dich nicht so sehr von inneren Ängsten bremsen! (z.B. von der Angst, getadelt oder abgelehnt zu werden oder doof dazustehen.)
Eine gewisse Schwierigkeit besteht darin, dass der Mann nicht irgendwas macht, was der Frau tatsächlich widerstrebt und ihr dann den Sex vermiest oder ihn als egozentrischen Sexrüpel dastehen lässt. Da ist ein gewisses Fingerspitzengefühl gefragt. Aber das hast du bestimmt! Zudem kennst du deine Frau ja gut und kannst einschätzen, was ihr gefallen könnte und was eher nicht.
Sehr viele Anregungen und Ideen findest du in einem weiteren Buch von mir, «Sex für Faule und Gestresste: So holen Sie mehr aus Ihrem Liebesleben – mit weniger Aufwand!» (9,90 Euro).
Darin gibt es einen großen Extra-Teil für Männer mit Infos und Anleitungen, was du als Mann beim Sex machen darfst und sollst, damit du selbst und deine Partnerin sexuell selbstbewusster, lustvoller, hemmungsloser und aktiver werden (im Bett und auch außerhalb).

Ganz unten bei den “Verwandten Beiträgen” gibt´s auch noch ein paar Texte zum Thema!
Viel Spaß
Beatrice Poschenrieder

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