Werden Brüste durch häufiges Stimulieren, Kneten, Beißen unsensibler?

Zu Beginn ihrer Beziehung waren ihre Brüste noch sehr sensibel, sie genoss jede kleinste Berührung. Jetzt spürt sie dort viel weniger, wie kommt das?

Diese dicken Dinger laden ja direkt zum Kneten und Drücken ein, darf mann denn?

Hallo Beatrice!
Ich bin mit meinem Freund 2 1/2 Jahre zusammen. Im Bett läuft es hervorragend, unser Vorspiel ist jedes Mal anders und wunderschön. Am liebsten spielt mein Freund dabei mit meinen Brüsten (massieren, an den Brustwarzen saugen, sanft oder manchmal auch etwas stärker beißen), was ich auch sehr schön finde. Seit kurzem ist mir aber etwas aufgefallen: Am Anfang unserer Beziehung waren meine Brüste noch sehr sensibel, jede kleinste Berührung war wunderschön. Mittlerweile sind meine Brüste irgendwie unsensibler geworden, ganz zarte Berührungen spüre ich manchmal fast gar nicht mehr richtig.
Ist es normal, dass man nach einer gewissen Zeit unsensibler wird, oder können z.B. durch das Beißen Nerven „kaputt“ gemacht werden? Kann man da evtl. etwas dagegen tun?
Ich danke dir jetzt schon für die Beantwortung meiner (hoffentlich nicht dummen) Frage!
Valentine (22)

Liebe Valentine,
was die Nerven betrifft, müsste man eigentlich einen Neurologen befragen!
Ich glaub aber nicht, dass durch stimulierendes Beißen Nerven kaputt gehen, vor allem wenn kein Blut fließt. Außerdem würde eine Durchtrennung von Nerven dermaßen weh tun, dass du dann schon wüsstest, was los ist.

Ich kann mir eher vorstellen, dass es durch den häufigen Reiz zu einer Art Gewöhnung kommt und deshalb die „Dosis“ immer höher werden muss – wie bei Alkohol, wenn man ihn zu häufig genießt. Anfangs genügt vielleicht ein Glas, um angeheitert zu sein, aber bei starkem Konsum genügt dieses Glas bald nicht mehr. Drum rate ich auch dir, was ich auch bei Alkohol raten würde: Eine Zeitlang drauf verzichten (vielleicht drei bis vier Wochen?) und dann vorsichtig mit ganz kleiner Dosis wieder anfangen. (Zuerst soll er die Brustwarzen nicht berühren und nur drumherum tätig werden – das wird sie zusätzlich sensibilisieren.)
Dazu kommt ja auch noch, dass der Sex am Anfang einer Beziehung insgesamt aufregender ist, sich daher auch die Berührungen auf- und erregender anfühlen (das hat eigentlich mit unbewusster Angst zu tun, aber das zu erklären, würde jetzt zu weit führen), und dass mit der Vertrautheit ebenfalls eine gewisse “Abregung” und Gewöhnung daherkommt.
Trotzdem rate ich zu dem Experiment mit dem Verzicht. Für die Dauer des Verzichts könnte dein Freund auf die Suche nach anderen erogenen Zonen deines Körpers gehen und mit verschiedenen Stimulationstechniken experimentieren – Kosen, Streicheln, Kneten, Pinsel oder andere weiche Dinge hinzuziehen usw. Etliche Anregungen und Ideen hierzu liefert mein Buch «Sex für Faule und Gestresste: So holen Sie mehr aus Ihrem Liebesleben – mit weniger Aufwand!».

Übrigens: Nach 2 1/2 Jahren noch so guten Sex? Klasse, das gibt’s nicht oft!
Ich gratuliere!
Viel Spaß
Beatrice Poschenrieder