Ich kann nicht aufhören, ihm sein Onanieren zu Pornos vorzuwerfen

Hallo Beatrice,
es ist nun etwa drei Monate her, wo mir von meinem Mann ein Anblick geboten wurde, der mich umgehauen hat. Ich war im 8. Monat schwanger mit unserem 2. Kind (Abstand 18 Monate). Mir ging es echt schlecht, hatte ein HWS-Syndrom und konnte mich nicht bewegen. Ich musste zum Arzt, mein Mann musste von der Arbeit zu Hause bleiben, um auf unsere Tochter aufzupassen. Als ich vom Arzt kam, erwischte ich ihn mit heruntergelassener Hose vorm PC. Die Escape-Taste konnte er noch schnell genug drücken, aber es war klar, was er da gemacht hatte.
Ich war schockiert! Ihm war es total unangenehm. Ich habe ihn gefragt, was das jetzt ist? Er meinte, er brauchte eine Entspannung! Aha! Ich selbst befriedige mich nicht, weil ich lieber befriedigt werden möchte.
Wir haben lange geredet. Und wie in anderen Briefen bei dir habe ich eingesehen, ok, wir hatten lange keinen Sex mehr und er wollte mich auch wohl nur schonen. Also habe ich versucht, die Sache hinzunehmen und unser Sexleben wieder aufflammen zu lassen.
Ich hätte nicht gedacht, dass Sex sogar hochschwanger geil sein kann. Ich weiß nicht, was mit mir passiert war, aber ich hatte immer Lust und habe meinen Mann alles gegeben, was mir einfiel. Ich habe ihn gefragt, was er gerne hat, und ihm gesagt, was ich gerne hätte. Schon komisch, nicht? Obwohl wir schon so lange zusammen sind und Sex eigentlich eine Sache ist, die zur Partnerschaft dazugehört, konnten wir noch nie darüber reden. Dazu sind wir dann vielleicht beide kleine Hinterwäldler.
Zum Ende der Schwangerschaft ist es dann doch wieder eingeschlafen. Von meiner Seite aus a) weil mich die Schwangerschaft dann doch geschlaucht hat und b) weil ich gemerkt habe, was eigentlich der Grund war, weswegen unser Sexleben in der ganzen Zeit (16 Jahre) immer wieder Pausen hatte: Mein Mann kommt mir vor wie ein Pascha, der gerne befriedigt wird, oder einfach schnell mal `ne bequeme Nummer schieben möchte, wie z.B. morgens, wenn man eh schon mal in der Löffelchenstellung kuschelt, dann kann man ja mal bequem etwas Spaß haben. Was meine Bedürfnisse betrifft: Da geht er kaum oder viel zu wenig drauf ein. Ich kann nicht mal sagen, ob ich je einen richtigen Orgasmus hatte.
Wir beide hatten vorher keine anderen Sexbeziehungen. Von daher hatte ich mir gesagt, ok, jetzt mach ich erst mal nichts, keine Initiative von mir aus, soll er mal. Aber es kam nichts. Ob er mich schonen wollte, keine Ahnung. Ich hatte ihn auch aufgefordert, mir die Seiten im Netz zu zeigen, damit ich nachvollziehen kann, auf was er abfährt. Aber die konnte er mir dann doch nicht mehr so schnell zeigen. So Bilder halt von Frauen oder kleine Filmchen. Alles hätte aber nichts damit zu tun, dass er mich nicht mehr lieben würde, und es wäre ja auch nicht so schlimm wie fremdzugehen, was er nie tun würde! (Was ich ihm sogar glaube.)
Also habe auch ich versucht, die Sache in die Schublade zu stecken.
Was unser Sexleben betrifft, wollte ich erst mal die Geburt und die Zeit danach abwarten. Dennoch hatte ich das Gefühl, wenn er alleine war, dass er sich doch nur wieder „entspannen“ würde. Ich hab mich kaum getraut, unangeklopft zu ihm zu gehen, aus Angst ihn wieder zu erwischen. Es macht mich fertig!
Aber jetzt der Knaller: Ich habe im PC per Zufall seine „Sammlung“ von zig Pornovideos einer Art, die ich noch nicht gesehen habe, entdeckt. Was auch nur ging, weil er sich diese Filme in den letzten Tagen angeschaut habe musste. Ich bin total fertig!
Ich fragte, wieso er denn nicht zu mir kommen würde, wenn er „sich mal wieder entspannen muss“, denn vielleicht würde ich ja auch gerne Sex haben? Das wäre dann ja wohl doch egoistisch! Er: Selbstbefriedigung wäre eben praktischer. Und wir hatten ja jetzt auch länger keinen Sex mehr.
Was soll ich davon halten, wenn mein Mann sich meint entspannen zu müssen, während ich mit einem HWS-Syndrom Schmerzen habe, oder in letzterem Fall die Filmchen an dem Abend angeschaut, wo ich gerade dabei war, unser 1 Monate altes Baby das tierische Blähungen hatte, in den Schlaf zu bekommen…?
Wir hatten wieder lange Gespräche. Aber eigentlich die selben wie vor 3 Monaten. Ich hatte ihm auch angeboten, wir könnten uns ja mal zusammen was anschauen. Das Problem scheint zu sein, dass er eigentlich zu verklemmt ist. Dass jetzt alles rausgekommen ist, ist ihm total peinlich. Er ist am Boden, weil ich auch nicht aufhören kann, ihn Vorwürfe zu machen, und er auch weiß, dass er Mist gebaut hat und mich belogen hat. Er konnte mir die Pornos nicht zeigen, weil es ihm peinlich war und er nicht wusste, was ich davon halten würde. Wäre da nicht ein Moment gewesen, zu beichten, was er für ne tolle Sammlung hat?
Ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll! Ich bin auch total schockiert darüber gewesen, dass er sich selbst befriedigt. Das hätte ich gar nicht von ihm gedacht. (Bin, was das betrifft, wohl prüde.) Wir möchten beide nicht, dass unsere Ehe am Ende ist, aber ich weiß auch nicht, was wir tun können. Mein Mann ist ein Mensch, der sich bei Problemen total in sich kehrt und gar nichts mehr sagt. Er möchte sich ändern, aber ich weiß, dass es ihm schwer fallen wird. Sobald er merkt, dass es mir z.B. mal nicht gut geht, nimmt er es immer persönlich (es liegt ja bestimmt doch nur wieder an ihm!), schottet sich ab und sagt nichts mehr. Hat er vielleicht auch Angst, dass er meinen Ansprüchen nicht gerecht wird, und befriedigt sich deshalb selbst?
Marina (36)

„Er

Liebe Marina,
ich hätte da noch ein paar Fragen:
1) Habt ihr zur Zeit Sex oder sexuelle Aktivitäten? Wenn ja, welche und wie oft? Wenn nein, warum nicht?
2) Seit ihr zur Zeit zärtlich zueinander? Wenn ja, wie und wie oft?
3) Du sagst: „Was meine Bedürfnisse betrifft, Peng! Da geht er kaum oder viel zu wenig drauf ein.“ Hast du ihm das schon mal gesagt? Wenn ja, wie oft und wie reagierte er? Wenn nein, warum nicht?
4) Sagst du ihm denn oft genug und auf freundliche Art, was du beim Sex gern hättest und brauchst? Wenn ja, wie oft und wie reagiert er? Wenn nein, warum nicht?
5) Kann es sein, dass er in letzter Zeit wenig Initiative zum Sex ergriff, weil er drauf wartete, dass du sie ergreifst? Und weil er sich in sexueller Hinsicht jetzt eher in eine schüchtern-verschämte Position zurückgezogen hat?
6) Zeigen die Porno-Sachen, die er sich ansieht, ganz andere Praktiken als die, die ihr zusammen habt?
Bis bald, Beatrice

Hallo Beatrice!
Danke für deine schnelle Antwort!
1) Momentan haben wir keinen Sex. Gar nicht dran zu denken. Unsere 2. Tochter ist gerade 4 Wochen alt geworden. Hier herrscht das totale Chaos und meinem Mann geht es momentan auch nicht gut. Total von der Arbeit gestresst und am WE muss er auch noch arbeiten. Total übermüdet, bis hin zum Ohrensausen, was bestimmt Stresssymptome sind.
2) Selbst kuscheln im Bett ist momentan nicht drin, weil unsere Tochter bei uns im Bett schläft, abends und nachts tierische Blähungen hat und ständig an meiner Brust hängt.
Ich möchte nicht, dass mein Mann so negativ ankommt. Er ist ein echt feiner Kerl. Trotz seines Stresses hilft er super viel, auch im Haushalt, ist super süß zu den Kindern und auch zu mir! Er kocht, tut und macht. Es ist auch nicht so, dass wir uns nicht umarmt haben oder immer auch mal ein Platz für ein Küsschen hier und da war. Wahrscheinlich schockiert mich das Ganze deswegen ja so….
3+4) Nach dem letztem Knall vor 3 Monaten, als ich trotz 8. Monat zur Sexgöttin geworden war, hatte ich ihn gefragt, was er gerne möchte, wo er meinte, ich mache schon alles sehr gut, es würde ihm nichts fehlen, wobei ich mir nicht sicher bin, ob er da ehrlich war, weil sehr viele spezielle Analsex-Clips dabei waren. Ich hatte ihm auch gesagt, was ich gerne hätte. Er hat es auch versucht, aber nicht energisch oder besser ausdauernd genug. Meistens war ich die „Dienerin“, hatte ich das Gefühl. Er küsst einige Stellen mal eben ab, ist ganz schnell unten angekommen, und das war´s dann. Ich habe ihn aber seitdem nicht mehr drauf angesprochen, weil ich, wie schon gesagt, das 2. Kind erst abwarten wollte, wie es danach weiterfunktioniert.
5) Das kann schon sein. “Schüchtern-verschämt” passt zu ihm. Natürlich wollte er mich wg der Schwangerschaft auch schonen, denke ich.
6) Eigentlich probieren wir schon hier und da was Neues aus, wobei ich schon meine, dass ich diejenige bin, die da führt. Was mich irritiert hat, sind wie gesagt, die Pornos, die teils anal deklariert waren. Selbst das hatten wir mal gemacht. Wir haben es als „war mal ´ne Erfahrung“ abgetan. Wobei ich mir jetzt nicht mehr sicher bin, ob er da tatsächlich ehrlich war.
Danke für Deine Antwort, Marina

Liebe Marina,
ich muss jetzt zuerst mal ein bisschen mit dir meckern… Du machst ein ziemliches Theater wegen etwas, was total normal ist und kannst laut eigenen Worten nicht aufhören, es deinem Mann vorzuwerfen. Hör bitte sofort auf damit! Du hast einen tollen Mann und solltest nicht deine gute Ehe gefährden wegen so etwas Alltäglichem wie Pornos gucken und Onanieren.
Ich kommentiere jetzt einfach mal ein paar deiner Zitate…
“Ich bin auch total schockiert darüber gewesen, dass er sich selbst befriedigt. Das hätte ich gar nicht von ihm gedacht.“
Meine Süße, fast JEDER Mann onaniert! Nur weil du dich nicht selbst befriedigst, heißt das noch lange nicht, dass er es nicht tun darf! Und Männer haben in der Hinsicht sowieso einen viel stärkeren Druck als Frauen. Das hat die Natur so eingerichtet, damit das Sperma immer schön frisch ist – denn dann ist es umso fruchtbarer (Fortpflanzung ist ja der „Plan“ der Natur). Und die meisten Männer benutzen dazu Pornos und legen sich eine „Sammlung“ an. Auch das ist völlig normal, selbst wenn du es nicht verstehen kannst. Männer haben einen stärkeren Sextrieb als wir Frauen, und der männliche Trieb läuft sehr übers Sehen. Nicht von ungefähr ist die Porno-Industrie RIESIG – weil der Konsum so verbreitet ist – also normal. Und es hat tatsächlich nichts mit dir oder seiner Liebe zu dir zu tun – da sagt er sicher die Wahrheit.#

„Hat er vielleicht auch Angst, dass er meinen Ansprüchen nicht gerecht wird, und befriedigt sich deshalb selbst?“
Ein Freund von mir, der Paartherapeut ist, sagte mal: „Was den Männern der Sex, ist den Frauen die Mode oder das Essen – etwas, wovon sie irgendwie immer zuwenig zu haben glauben und deswegen nie genug bekommen können.“ Männer sammeln Porno-Bilder, Frauen sammeln Schuhe und Rezepte. Versuch, es so zu betrachten – denn im Grunde ist es tatsächlich so. Männer können ihren „Solo-Sex“ komplett von der Beziehung abkoppeln, und das ist durchaus in Ordnung.

„Ich fragte, wieso er denn nicht zu mir kommen würde, wenn er ‘sich mal wieder entspannen muss’, denn vielleicht würde ich ja auch gerne Sex haben? Das wäre dann ja wohl doch egoistisch!“
Wie für so viele Frauen ist Sex für dich etwas, was eigentlich zwischen zwei Menschen stattfinden soll. Wenn er Sex hat, aber ohne dich, ist das für dich so eine Art „Betrug“. Aber jeder Paartherapeut – und auch ich – würde dir sagen, dass jeder Mensch auch eine vom Partner unabhängige Sexualität haben darf. Kritisch wird es erst, wenn er NUR noch Sex mit sich selbst hat. Aber bei euch ist es ja anders gelagert. Ich glaube nicht, dass dein Mann aus „Egoismus“ onaniert, sondern im Gegenteil weil er dich jetzt nicht bedrängen will. Er sieht, wie sehr du mit dem Baby beschäftigt bist, dass du oft geschlaucht bist, er hat vielleicht auch Angst, dass du so kurz nach der Geburt noch keinen Sex möchtest oder dir körperlich einfach nicht danach ist (womit er sicher nicht ganz falsch läge, oder?). Also lässt er dich in Ruhe.

„Was soll ich davon halten, wenn mein Mann sich meint entspannen zu müssen, während ich mit einem HWS-Syndrom Schmerzen habe, oder in dem letztem Fall die Filmchen an dem Abend angeschaut, wo ich gerade dabei war, unser 1 Mon. altes Baby das tierische Blähungen hatte, in den Schlaf zu bekommen.“
Waren das nicht eher Situationen, wo er dir ohnehin nicht wirklich helfen konnte? Wenn du ihn um Unterstützung bittest, hilft er dir ja, so gut er kann (sagst du ja auch selbst). Ob er die Zeit, wo du ihn nicht direkt brauchst, mit Onanieren oder z.B. Fußballgucken überbrückt, spielt keine Rolle. Es ist wohl eher deine moralische Entrüstung, warum du dich hier aufregst, oder?

„Ich hatte ihm auch angeboten, wir könnten uns ja mal zusammen was anschauen. Das Problem scheint zu sein, dass er eigentlich zu verklemmt ist. Dass jetzt alles rausgekommen ist, ist ihm total peinlich. Er ist am Boden, weil ich auch nicht aufhören kann, ihn Vorwürfe zu machen, und er auch weiß, dass er Mist gebaut hat und mich belogen hat. Er konnte mir die Pornos nicht zeigen, weil es ihm peinlich war und er nicht wusste, was ich davon halten würde. Wäre da nicht ein Moment gewesen, zu beichten, was er für ne tolle Sammlung hat?“
Nein. Er will nicht, weil er sich schämt. Hör auf, da drin rumzustochern. Lass ihm das, verflixt nochmal. Es ist sein Bereich. Ihr müsst nicht alle Sexualität miteinander teilen. Liebe bedeutet, dem anderen auch seine Privatbereiche zu lassen, die er für sich behalten will. Und das betrifft besonders die Selbstbefriedigung. Das ist ein sehr privater Bereich. Und der Porno-Konsum gehört dazu. Stell dir einfach vor, du hättest einen sehr engen, fast verschworenen Freundinnenkreis mit zwei anderen Frauen; ihr trefft euch einmal die Woche zu einem intimen Plausch, wo auch viel über Sachen geredet wird, die Männern nie zu Ohren kommen dürften. Und nun stell dir vor, dein Mann versucht, mit aller Macht da einzudringen…
Noch ein Wort zu den Pornos selbst. Dass da viel „Anales“ dabei ist, ist auch normal. Ich bin erleichtert zu hören, dass es sowas Harmloses ist und nicht Zeug wie Sex mit Tieren oder Quälereien oder so. Sehr viele Menschen (Männer wie auch Frauen) haben Sexphantasien über Praktiken, die sie gar nicht unbedingt umsetzen wollen – sie dienen einfach nur der Kopf-Stimulation.
Vielleicht magst du irgendwann mal nochmal einen Versuch starten, ob du dieser Praktik nicht auch viel Lust abgewinnen könntest? Wenn ja, dann schlag es ihm vor. Ich denke, was bei euch viel wichtiger ist als diese (m.E. eher läppische) Porno-Frage, ist: Wie kriegt ihr es hin, eure sexuelle Kommunikation noch offener zu gestalten? Du hast mir berichtet, dass ihr während deiner Schwangerschaft eigentlich erstmals damit angefangen habt. Ich nehme an, das ist jetzt zum Erliegen gekommen durch seine Scham und deine häufigen Vorwürfe.
Marina, wenn du etwas wirklich Gutes für deine Ehe tun willst, dann beschließe sehr bewusst und mit deinem ganzen Willen, tolerant zu sein und ihm seine Selbstbefriedigung inkl. allem zu lassen. Führe ein verdammt ehrliches Gespräch mit ihm, lass deine Wut ein letztes Mal raus und sag auch gleich dazu, was das alles in dir ausgelöst hat – steh zu all deinen Ängsten, die da mit hervorkamen. Sprich sie aus! Rede mit ihm! Und dann sag ihm, dass du ihm sein Onanieren lassen willst, und dass du gleichzeitig möchtest, dass ihr wieder zu einem guten Liebesleben zurückfindet. Vielleicht wird es sogar ehrlicher und spannender als je zuvor. Ich denke nämlich, dass dein Mann durchaus gewillt ist, dich im Bett glücklich zu machen – nur: er kann sich so schlecht in einen weiblichen Körper und Kopf hineinversetzen, und seine Art von Sexualität ist nun mal ganz anders als deine! Hab Geduld mit ihm und erkläre ihm ganz genau, was dich stört, was du gern hättest, was er genau machen soll usw. Du kannst ihn auch mal bitten, sich ganz passiv hinzulegen, und du machst dann in aller Ausführlichkeit an ihm, was er bei dir machen soll. Sprich dabei ruhig auch und kommentiere dein Tun (z.B. „hier, schau, das fühlt sich für mich besser an als wenn du gleich runtergehst…“). Fordere ihn auf, mehr zu experimentieren und herumzuprobieren. Sag ihm, dass dich die Umwege mehr erregen als der direkte, zügige Weg – und erklär es ihm auch gleich, was du damit meinst.
Bitte ihn auch, meine Bücher “Sex für Faule und Gestresste: So holen Sie mehr aus Ihrem Liebesleben – mit weniger Aufwand!” und “Sexbewusstsein: So finden Sie erotische Erfüllung” zu lesen – da sind SOOO viele Anregungen (und auch konkrete Anleitungen) zur Verbesserung eures Liebeslebens drin!
Alles Gute
Beatrice Poschenrieder

Hallo Beatrice!
du hast ja völlig recht! In kurzer Zeit habe ich viel im Netz gelesen und echt erkannt, das ich wohl das prüdeste Landei der Nation bin, aber ja, …. Noch nachdem ich dir die Antwort geschickt hatte, habe ich meinem Mann einen langen Brief geschrieben. Weil ich ein letztes Mal alles auf den Punkt bringen wollte, und vor allem auch die richtige Wortwahl treffen wollte. Da bin ich oft viel zu aufbrausend… Mein Mann hatte die Mails auch gelesen, die ich dir geschickt habe. Anschließend hat er den Brief von mir an ihn gelesen, worin ich ihm alles nochmal geschrieben hatte: genau wie und was du jetzt auch schreibst… mir ist auch klar, dass ich ihm sein „Reich“ lassen muss, obwohl es mir bestimmt noch schwer fallen wird…
Wir sind uns heulend in die Arme gefallen, der Bann war gebrochen… Da sind wir jetzt schon 16 Jahre zusammen und haben anschließend das erste Mal über Alles, auch Themen, die uns total peinlich und unangenehm waren, geredet. Und siehe da: Wir haben sogar viel gelacht dabei. Es ist schwer, den Anfang zu finden, aber dann geht es tatsächlich. Ich hoffe, dass uns das Reden in Zukunft leichter fallen wird. Ich, oder wir, glauben ganz sicher, dass alles gut werden wird. Und, wie du schon schreibst, vielleicht ja sogar besser als je zuvor…?
Eigentlich hatte ich meine „Sorgen“ bzw. mein/unser „Problem“ ja fast schon selbst beantwortet. Mein Mann fragte schon aus voller Sorge, was wir denn machen würden, wenn Du was ganz anderes sagen oder raten würdest. Ich sagte ihm, dass ich mir das jetzt nicht mehr vorstellen könnte. Und wenn, dann nur, weil ich die Situation nicht genau beschrieben habe. Ich freue mich, wenn mein Mann heute nach Hause kommt und Deinen Rat lesen kann. Damit ist die Sache jetzt wirklich vom Tisch. Mittlerweile ist es mir ja schon fast ein wenig peinlich, so einen Wind gemacht zu haben. Aber für mich war es tatsächlich schlimm.
Danke, danke, danke!
Marina