Nur der Duschstrahl bringt meine Klitoris zum Klingen

Hallo Beatrice,
vor ein paar Tagen habe ich beim Duschen das erste Mal richtige sexuelle Gefühle entdeckt und die Tatsache, dass auch meine Klitoris empfindlich ist (und das finde ich mit 26 heraus!), und zwar indem ich den Duschstrahl auf meine Scham gerichtet habe. Bis zum Orgasmus schaffe ich es noch nicht (glaube ich zumindest – ich hatte ja noch nie einen), vermutlich, weil ich verkrampfe: das Gefühl ist noch zu ungewohnt. Ich kann auch nichts Aufregendes denken dabei, weil ich überhaupt nichts mehr denken kann. Aber es ist sehr intensiv und gut!
„UnterAlso wäre das soweit schon mal toll. Das Problem ist jetzt, ich kann diesen Zustand nicht anders als mit dem Wasserstrahl der Dusche erreichen. Ich kapiere jetzt auch, warum diese dumme Klitoris sonst nie reagiert hat: weil sie einfach nie herausgekommen ist. Da kann man mit der Hand dann wohl anstellen, was man will, ist alles langweilig. Sex mit einem Mann ist nett, aber vor allem auf einer emotionalen und bewussten Ebene: der, den ich liebe und der mich liebt, in mir drin. Nette Sache, aber nicht zu vergleichen mit dem Gefühl, das die Dusche bei mir auslösen kann, wenn ich sie an die richtige Stelle halte.
Aber kann denn das sein? Wird das so bleiben? Was für Alternativen gibt es? Meine Hand löst bei mir nix aus, da habe ich schon oft genug probiert. Da kann ich mich genauso gut am Ellenbogen kratzen. Warum ist denn ein Duschstrahl so unglaublich anders als jede sonstige Stimulation?

Zudem gehört mein Freund auch noch zu den Männern, die glauben, dass jede Frau durch reinen Sex kommen kann, wenn sie nur richtig geübt ist und keine „Blockaden“ hat. Jetzt aber weiß ich erst, was Blockaden sind und dieses Geschwafel von der Angst vor Kontrollverlust: wenn man Angst davor hat, dass man solche Ängste kriegen könnte! Vorher hatte ich keine Angst vor Kontrollverlust, weil einfach niemals ein Kontrollverlust in Sicht war! Aber das mit den Blockaden kann man ja so einfach als Erklärung verwenden und so hab ich es geglaubt.

Was mach ich denn jetzt? Einfach weiter üben mit der Dusche, dabei versuchen, zu entspannen? Gibt es wohl viele Frauen, die nur sexuelle Gefühle durch die Dusche kriegen?
Ich komm mir schon ein bisschen absurd vor.
Liebe Grüße, Omnesia (26)

Hi Omnesia,
du schreibst:
„Zudem gehört mein Freund auch noch zu den Männern, die glauben, dass jede Frau nur durch reinen Sex kommen kann, wenn sie nur richtig geübt ist und keine ‚Blockaden’ hat.“
Hast du ihn denn aufgeklärt, wie es wirklich ist? Wenn nein, dann zeig ihm bitte dieses Video von mir, da erkläre ich´s: https://youtu.be/v6Z8BGZAc9o

Du meinst:
„Ich kapiere jetzt auch, warum diese dumme Klitoris sonst nie reagiert hat: weil sie einfach nie herausgekommen ist.“
Sie muss nicht herauskommen. Bei fast allen Frauen ist sie auch „versteckt“ empfindlich genug. Sie muss halt bloß auf die richtige Art stimuliert werden (die bei allen Frauen anders ist).
Wie sich das alles genau verhält und wie du dich selber per Hand zum Kommen bringen kannst, kannst du sehr ausführlich in meinem Buch „Stöhnst du noch oder kommst du schon?: Der sichere Weg zum Orgasmus“ nachlesen (Info zum Buch siehe ganz unten).

Bis dahin rate ich dir:

1) Leg dich entspannt in die Badewanne und richte dann den Duschkopf auf die Klit. Mach die Augen zu, stell dir was Schönes vor.

2) Bring deinen Freund dazu, dass er gefälligst mal mit Hand und Zunge deine Klit verwöhnt. Sag und zeig ihm, wie er es genau machen soll (auch hierzu liefert mein Buch gute Anleitungen). Eine fremde Hand ist viel aufregender als die eigene und so ähnlich ist es auch mit dem Duschstrahl. Ist halt nicht die eigene Hand, sondern anders.

3) Besorge dir etwas Vibrierendes und halte es an deinen Hotspot.

Du fragst:
„Gibt es wohl viele Frauen, die nur sexuelle Gefühle durch die Dusche kriegen??“
Nicht wenige, würde ich sagen.

Einen Teil der Infos liefert dir auch meine Youtube-Video-Reihe „Orgasmusprobleme der Frau: Die 12 häufigsten Gründe, warum sie nicht kommt“; bitte auch deinen Freund, das anzusehen! Hier schon mal Teil 1:

Herzlichst, Beatrice Poschenrieder