Einseitiger Sex: Er lässt sich von mir beim Sex bedienen, ich bin unbefriedigt

Er lässt sich von mir oral verwöhnen, poppt mich kurz, zieht ihn raus und spritzt mir in den Mund. Um meinen Orgasmus kümmert er sich nicht

Kein Orgasmus, er befriedigt mich nicht, kümmert sich beim Sex nicht um mich

Liebe Beatrice,
ich bin jetzt 7 Monate mit meinem Freund (19) zusammen, wir führen eine Fernbeziehung. Natürlich haben wir, wenn wir uns sehen, auch Sex (am Anfang der Beziehung öfter als nun). Als wir das erste Mal miteinander geschlafen haben, waren wir beide noch Jungfrau. Mittlerweile habe ich aber das Gefühl, dass ich ihn nicht befriedigen kann, und ich selbst fühle mich auch nicht befriedigt.
Bevor wir richtigen Sex hatten, hatten wir nur Oralverkehr, den ich bei ihm immer noch betreibe, er allerdings nicht mehr bei mir, denn als er es das zweite Mal machen wollte, meinte er, ich würde irgendwie anders da unten schmecken und er hat sofort abgebrochen. Ich wünsche mir schon, dass er mich nochmal mit der Zunge befriedigt, hab aber das Gefühl, er möchte das nicht mehr. Und unser restliches Sexleben ist auch nicht so schön, zumindest in meinen Augen. Es ist im Prinzip immer das Selbe:
Wenn wir Lust haben, blas’ ich ihm erst einen, dann haben wir kurz Verkehr, nach wenigen Minuten zieht er ihn raus, macht einfach das Kondom von seinem Penis und holt sich einen runter. Ich sitz dann meist nur daneben, bis er dann sagt, dass ich mich vor ihn hocken soll, damit er in meinen Mund kommen kann.

Dass das für mich nicht befriedigend ist, ist verständlich, da er mich zwar immer in Fahrt bringt, indem er z.B. an meinem Brüsten spielt vorher, und wenn ich eigentlich sehr weit oben bin (aber noch nicht beim Orgasmus), hört er auf. Es ist auch schon vorgekommen, dass er ins Bad gegangen ist, um sich sauber zu machen und ich es mir dann noch selbst gemacht hab. Dazu kommt noch, dass er oft sehr abgelenkt ist und viel mehr auf den Fernseher konzentriert ist als auf mich.

Jetzt weiß ich nicht, ob es an mir liegt, oder warum er mich nicht befriedigen will/kann. Und vor allem: er sagt mir immer, ich würde das alles so gut und richtig machen… aber warum muss er sich jedes Mal einen runterholen, um zu kommen, und das nach so kurzer Zeit? Ich sollte aber noch anmerken, dass er eine Vorhautverengung hat (die Stärke weiß ich nicht, zumindest lässt sich die Vorhaut nicht über die Eichel ziehen und endet eigentlich eher wie so ein “Zipfel”), wobei er mir gesagt hat, dass das überhaupt keine Probleme bei ihm verursacht.
Liebe Grüße, Linda (17)

Liebe Linda,
ich finde, den Stress einer Fernbeziehung sollte man sich nur antun, wenn die Beziehung rundum super ist – also auch der Sex.
Soll ich dir mal was sagen aus der Sicht einer Fachfrau?
Dieser Sex mit deinem Freund ist echt gruselig.
Du bist gut drauf, offen, lustvoll, selbstbewusst – du könntest so tolle Jungs und sooo tollen Sex haben. Warum tust du dir einen Freund an, der mit dir so langweiligen, gruseligen Sex macht und null auf dich eingeht? Er zieht voll die Egonummer ab bei eurem Sex!
Schick ihn zum Urologen, dass er sich erst mal seine Vorhautverengung wegmachen lässt, damit er sich nicht immer bei jedem Akt einen selber runterholen muss (er behauptet, das mache ihm keine Probleme, aber das stimmt ja gar nicht, denn offenbar kommt er wegen der Verengung nicht durch „normalen“ Sex) – und damit du dich nicht immer so pornomäßig vor ihm hinhocken musst, damit er dir in den Mund kommen kann (grusel!). Zusätzlich denke ich, dass der Kerl zu viel Pornos guckt und dadurch sein Hirn und sein Penis schon abgestumpft sind. Denn normalerweise braucht ein unerfahrener Junge in dem Alter wirklich nicht solche Maßnahmen, um beim Sex mit seiner Freundin zu kommen. Konfrontiere ihn damit und zeig ihm die entsprechenden Stellen in meinem Buch “Sex für Faule und Gestresste”, nämlich S. 48 und S. 102 – 104.
Diese Investition wird sich für dich auf jeden Fall lohnen, zumal du es auch deinem Freund geben kannst, damit er sein Wissen in Sachen „gemeinsame Sexualität“ und “weibliche Sexualität” erweitert. Da scheint er riesige Wissenslücken zu haben.
Liebe Grüße
Beatrice Poschenrieder

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