Penisring, Cockring: Wie wende ich´s an, was muss ich dabei beachten?

Hi Beatrice,
Ich würde gern im Interesse meiner Freundin das Liebesspiel verlängern. Das klappt auch, indem ich langsam mache und ab und zu an etwas anderes denke. Aber: Er kann schnell erschlaffen und ich hab dann Probleme, ihn wieder richtig steif zu bekommen (vielleicht spielt mir dann auch die Psyche einen Streich!?).
Meine Frage: Könnten mir sogenannte Penisringe helfen, die ja den Blutrückstrom eindämmen und die Erektion verstärken sollen?
Aber: Wie genau müssen die Maße sein?? (“Anprobieren” im Laden wird vielleicht nicht so gerne gesehen… LOL)
Und ab wann sitzt der Ring denn zu eng?? Wenn ER blau anläuft??
Zur Technik des Anlegens habe ich im Netz mal was gefunden: “…zuerst werden die Hoden durch den Ring gezogen, dann der noch nicht erigierte Penis”.
Aber wenn ich mich so betrachte, kann ich mir nicht vorstellen, dass das mit einem Cockring von 5 cm Durchmesser physikalisch machbar sein soll (autsch!). Vielleicht sind Lösungen aus Leder oder Gummi besser?
Alex (27)

Hilft ein Penisring oder Cockring bei Erektionsproblemen?

Die Grafik links zeigt einen Cockring, aufgezogen auf den nicht erigierten Penis. Die Grafik rechts zeigt einen Penisring am steifen Glied.

Hi Alex,
zu deiner ersten Frage: Ja, in dem Fall könnten Cockringe wie auch Penisringe eine Lösung sein – keine Garantie, aber einen Versuch wert.
Wichtig: Cockringe sind für Penis und Hoden gedacht, Penisringe kommen nur auf den Penisschaft.

Zur Anwendung:
Ein Cockring wird tatsächlich so angezogen wie du es im Netz beschrieben gefunden hast. Und das klappt am besten, wenn der Cockring zu deiner Anatomie passt bzw. flexibel genug ist oder auch zu öffnen ist (durch Druckknöpfe oder kleine Schnallen). 5 cm Durchmesser passen bei manchen durchaus, vor allem wenn sie es lieben, dass die Hoden abgebunden werden.
Naja, aber das ist ja nicht jedermanns Sache…!
Bei einem schlichten Penisring wird nur der Penis durchgezogen, bzw. man schiebt den Ring bis ans Ende des Schaftes, also Richtung Wurzel. Sowas käme für dich vielleicht eher in Frage, und da ist das richtige Maß sicherlich auch leichter festzustellen – durch Nachmessen am erigierten Glied.
Natürlich muss der Ring dann ein wenig enger sein als das ermittelte Maß.
Wie eng genau, ist Gefühlsfrage und muss ausprobiert werden. Du musst dich damit wohl (und geil) fühlen und gleichzeitig spüren, dass es sexuell “was bringt”. Sobald es sich unangenehm anfühlt, solltest du ihn runternehmen.
Also bleibt dir nichts anderes als ein wenig herumzuexperimentieren.
Wichtig ist dabei, dass der Ring entweder sehr flexibel ist oder man ihn problemlos öffnen kann; nimm ja nix Hartes, was du dann nicht mehr runterkriegst, sobald du eine Mords-Erektion hast!!! Denn das Blut kann ja nicht mehr abfließen, und es ist nicht besonders schön, wenn man sich das Teilchen dann in der Notaufnahme entfernen lassen muss (den Ring, nicht den Penis!!).
Von Metall rate ich ab. Komm bloß nicht auf die Idee, einen Schlüsselring oder sowas um dein bestes Stück zu legen. Denn das offene Ende des Ringes kann sich äußerst schmerzhaft in das sensible Fleisch bohren.
Der Ring sollte außerdem auch nicht allzu schmal sein; das kann weh tun und u.U. sogar eine Art Bluterguss oder Quetschung verursachen. Daher sind zum Beispiel die meisten Lederbänder mindestens einen Zentimeter breit.
So einen passenden Ring aus dem Haushalt oder aus der Eigenherstellung kannst du auch als Maß mit in den Sexshop nehmen.
Im Erotikfachhandel gibt´s u.a. sehr dehnbare Latex-Ringe in verschiedenen Größen, auch solche mit Noppen und Zeugs dran, um die Kleinodien der Frau zu reizen. Ob´s funktioniert? Bei manchen durchaus! Einfach mal testen!
Übrigens: Um das Liebesspiel zu verlängern bzw. länger “durchzuhalten”, gibt´s auch Tipps in diesem Brief:
“Er kommt zu früh”.
Viel Spaß,
Beatrice Poschenrieder