Befriedigung der Frau: Wie erregt und befriedigt man eine Frau mit der Hand?

Frage:
Wie erregt und befriedigt man eine Frau mit der Hand?

Antwort:
Die meisten Frauen bemängeln in dieser Hinsicht drei typische Vorgehensweisen von Männern:
zu grob, zu direkt, zu einfältig.
Meistens stehen Frauen nicht so auf die schnelle direkte Nummer*, normalerweise brauchen sie eine gewisse Zeit, um sich auf Sex einzustimmen. *(Die Ausnahmen erläutere ich in meinem Orgasmus-Video Teil 2.)

Im Klartext: Bevor man einer Frau an die Muschi fasst, bringt es mehr, seine Zärtlichkeiten erst anderswo zu platzieren. Durch Küssen (nicht nur auf den Mund), Knabbern, Streicheln, süße Worte…
Und selbst wenn sie schon kleine Seufzer von sich gibt, ist es taktisch nicht klug, gleich Hand an ihr Lustgärtchen zu legen und schon gar nicht einen Finger in ihre Scheide zu stecken. Zarte Berührungen an den Innenseiten der Schenkel, am Unterbauch und am Venushügel machen Lust auf mehr – viele Frauen drücken ihr Becken dann schon dem Mann entgegen und zeigen so, dass er zur Sache gehen kann.
„Zur Sache“, das bedeutet, zur Klitoris. Wobei etwa jede zweite Frau dort lieber indirekt angefasst wird. Das heißt: Bitte nicht die Schamlippen auseinanderziehen und den Rubbelfinger anlegen (das kann unangenehm sein), sondern z.B. die Schamlippen oder das Gewebe neben oder über der Klitoris mit den Fingern hin- und herbewegen. Bei anderen Frauen darf´s – vor allem bei zunehmender Erregung – auch mal etwas direkter sein: da kann man dann das Lustknöpfchen gezielt angehen, den Finger hin-her, auf-ab oder kreisend bewegen. Erst mal sachte, und wenn sie signalisiert, dass sie „mehr“ haben will, kann man auch kräftiger reiben oder die Perle zwischen den Fingern rollen (wobei die Frau dazu schon ordentlich feucht sein sollte) – aber sowas sollte man nur tun, wenn man Gewissheit hat, dass sie das abhaben kann.

Woran erkennt man, was bei der jeweiligen Partnerin beim Vorspiel angesagt ist?
Entweder indem man zunächst vorsichtig rumprobiert und auf ihre Körpersprache, ihre Atmung und ihre kleinen Geräusche achtet. Oder indem man sie beim Rumprobieren fragt (z.B.: „Ist das gut so?“). Oder indem man sie bittet, ihre Hand auf seine zu legen und einen zu führen.

Allerdings muss man unterscheiden zwischen „erregen“ und „befriedigen“. Für´s Erregen ist es schön, wenn er an ihrem Lustgärtchen herumspielt, sie neckt und Abwechslung ins Spiel bringt. Das ist übrigens eine gute Einleitung zum Befriedigen, denn je erregter die Frau ist, desto weniger muss sich der Mann einen Tennisarm rubbeln, um sie per Hand zum Kommen zu bringen. Wenn er nämlich die bei der Frau funktionierende Klitoris-Reibe-Technik anwendet, bevor sie erregt ist, kann es sein, dass ihre Klit taub ist, bevor sie den Gipfel erreicht hat.

Für den Orgasmus ist Abwechslung nicht mehr so gefragt. Sondern man muss die Handbewegung beibehalten, die der Frau offensichtlich am meisten Freude gemacht hat, und dann ganz gleichmäßig ausführen! Wenn man sie dauernd ändert, rutscht sie den Berg jedesmal wieder ein Stückchen runter. (Genau erklärt ist das in meinem Orgasmus-Video Teil 2 und Orgasmus-Video Teil 3.)

Bei manchen Frauen muss auch die Intensität genau gleich bleiben, bei manchen kann sie zum Schluss hin fester werden (körpersprachliche Hinweise siehe oben). Manche Frauen werden jetzt ganz still und konzentrieren sich auf´s Kommen – davon darf man sich nicht irritieren lassen und muss schön weitermachen (es sei denn, sie ballt schon die Fäuste und unterdrückt tränenden Auges ihre Schmerzenslaute).

Wie man Hand an eine Muschi legt, das erfordert viel Lernen und Übung, und zwar bei jeder Frau neu. Deshalb ein Tipp an die Jungs: Verlasst euch ja nicht drauf, dass die Handhabung, die an eurer Ex funktioniert hat, auch eure Neue zum Abheben bringt. Eine ausführlichere Anleitung gibt´s in meinem Orgasmus-Ratgeber „Stöhnst du noch oder kommst du schon?: Der sichere Weg zum Orgasmus“ (siehe oben).
Es grüßt Beatrice Poschenrieder

Teil 2 meiner Orgasmus-Video-Reihe: