Ich onaniere sehr oft, mit Taschenmuschi, getragenen Socken und Slips!

Hallo Beatrice!
Ich habe da mal ein paar Fragen, und es ist mir wirklich wichtig, dass Du mir antwortest (besonders zur ersten Frage)!
Ich bin 24, beschnitten und hatte erst 2 Freundinnen. Mit meiner ersten hatte ich auch etwas Petting, aber noch nie Sex. Mit der zweiten war es ähnlich. Ich kann mir Sex nur in einer Beziehung vorstellen, und die möchte (oder kann?) ich zur Zeit nicht haben. Ich befriedigte mich mit Hilfe von Gleitgel und einer Gummi-Möse selbst, und zwar 1x pro Tag bisher. Jetzt bin ich nur noch am Wochenende zu Hause.
Weil ich während der Woche in einer Art Wohngemeinschaft wohne, kann ich mich nicht selbst befriedigen. In der ersten Woche dieser Wohnumstände hatte ich nach nur 2 Tagen ständig eine Erektion, und meine Konzentration ließ zu wünschen übrig. Als ich dann am Wochenende nach Hause kam, habe ich als erstes meine Gummimöse herausgeholt. Ich brauchte nur Gleitgel in die Taschenmuschi zu schütten, denn mein Penis ging auch so rein, ohne dass ich ihn extra einreiben musste (wie sonst). Es war sogar so, dass ich 2x hintereinander gekommen bin, so sehr habe ich es gebraucht! Inzwischen geht es einigermassen, jedoch ist das Verlangen nach einem Erguss immer noch ziemlich stark.
Nun zu meinen Fragen:
1. Ich würde gerne wissen, warum es einem Mann so schwer fällt, ohne Selbstbefriedigung auszukommen. Was ist es, das mein Gehirn so ablenkt? Kann man dagegen etwas tun? Ich finde es schlimm, dass mein Penis so das Sagen hat!
2. Wenn ich freitags nach Hause fahre, habe ich immer ein Paar Socken und zwei Paar dicke Strümpfe an, damit ich schön darin schwitze. Wenn ich dann zu Hause in meine Gummimöse eingedrungen bin und an meinen Socken rieche, die total feucht sind, dann komme ich noch schneller zum Höhepunkt. Woran liegt das? Was macht mich an verschwitzten Socken so an? (Es funktioniert nur bei meinen eigenen, oder wenn Frauen Socken angehabt haben.)
3. Außerdem habe schon 2x über das Internet von Frauen getragene Höschen bestellt, weil ich endlich mal wieder den Duft von einer Frau riechen wollte. Weshalb macht mich der Geruch einer Möse so an? Und der Gedanke, dass eine Frau den Slip getragen hat? (Zwischen den beiden Höschenbestellungen lag etwas Zeit, da ich mich nach dem ersten Mal etwas geschämt habe, dann dachte ich mir allerdings, ich schade ja niemandem.)
Diese Fragen beschäftigen mich wirklich! Danke im voraus
Christian (24)

Lieber Christian,
also zu deinen Fragen…
„1. Ich würde gerne wissen, warum es einem Mann so schwer fällt, ohne Selbstbefriedigung auszukommen. Was ist es, das mein Gehirn so ablenkt? Kann man dagegen etwas tun?“
Man kann das nicht auf „den Mann“ verallgemeinern, dass er praktisch jeden Tag onanieren muss und ansonsten nervös und unkonzentriert ist. Es ist bei manchen Männern so, bei der Mehrzahl aber nicht. Sonst würden ja z.B. alle Männer beim Militär oder im Krankenhaus verrückt werden.
Der befriedigendste Sex findet (normalerweise) in einer guten Partnerschaft statt. Da du den noch nie hattest, ja offenbar sogar noch gar nie Sex mit einer Frau hattest, ist vorstellbar, dass sich in dir ein starker Trieb aufbaut. Die meisten anderen in deinem Alter haben nun mal ziemlich viel Sex mit Frauen (oder Männern), egal ob mit oder ohne feste Beziehung. Tja und wenn man den nicht hat, bleibt eben nur die Selbstbefriedigung. (Siehe dazu auch mein Sex-FAQ, Brief “Onaniere ich zu oft?“)
Es könnte einen tieferen Zusammenhang geben zwischen deinem starken Drang nach Onanieren, deinem ….. und der Tatsache, dass du trotz deiner 24 noch nie Sex mit einer Frau hattest. Nämlich unbewusste Ängste, die sich in einer gewissen Anspannung äußern, die durch die Selbstbefriedigung einen Moment der Entspannung findet. (Das dichte ich nicht zusammen, sondern das ist bei fast allen mit starkem Onanier- oder Sexdrang so.)
Das heißt: Wenn es dich sehr stört, dass dein Gehirn so abgelenkt ist und dass dein Penis „so das Sagen hat“, dann musst du deinen unbewussten Ängsten auf den Grund gehen und versuchen, sie zu verringern. Hier könnte dir mein Buch „Sexbewusstsein: So finden Sie erotische Erfüllung“ helfen.
Doof ist auch, dass du den Druck während der Woche nicht “ablassen“ kannst – verständlich, dass dein Denken dadurch noch stärker beherrscht wird. Zwei Möglichkeiten:
a) Vielleicht gibt es doch eine Möglichkeit, dass du dich in der Woche ab und zu “erleichterst“? Zum Beispiel, wenn du mal allein unter der Dusche bist?
b) Warum willst du zur Zeit keine Beziehung? Sicher gibt es ein Mädchen, das mit der Form von Beziehung, wie sie dir angenehm wäre, einverstanden ist! Du müsstest nur verstärkt auf die Suche gehen und von vornherein klarstellen, was du willst!

„2. Was macht mich an verschwitzten Socken so an?“
Das ist eine Form von Fußfetischismus, die gar nicht so selten vorkommt. Ich weiß es nicht genau, woher das kommt, ich vermute, irgendwann mal in deiner Kindheit hast du unbewusst den Geruch von Fußschweiß mit sexuellem Wohlgefühl verknüpft. Siehe auch der Brief „Bestimmte Gerüche erregen mich, bin ich unnormal?

„3. Weshalb macht mich der Geruch einer Möse so an? Und der Gedanke, dass eine Frau den Slip getragen hat?“
Die Natur hat es so eingerichtet, dass im Intimsekret der Frau sog. Pheromone (Sexual-Lockstoffe) sind, die Männer anmachen – den einen mehr, den anderen weniger. Allein die Tatsache, dass viele mit dem Versand von getragenen Höschen ein gutes Geschäft machen, zeigt ja, dass echt viele Männer drauf abfahren. Aber auch hier glaube ich, dass bei Männern, die eine erfüllte Beziehung haben, der Bedarf nicht so groß ist.

Herzlichst, Beatrice Poschenrieder