Sexprobleme durch Zuckerkrankheit
Hallo liebe Beatrice,
1. meiner wird sehr schnell steif aber er hält nicht durch. Meist wird er dann wieder mitten drinn halbsteif oder ganz steif und manchmal auch gar nicht mehr. Ich versuche deshalb eine Befriedigung meiner Partnerin mit den Fingern und der Zunge unter Einbeziehung ihres geasmten Körpers, was mir auch ganz gut gelingt. Wenn Sie mir einen Blasen will dan habe ich kaum ein Gefühl der Lust auf der Eichel, es ist mir meist egal, ob sie´s tut oder ob sie nicht. Ich habe aber Sex sehr gern und mache es mir auch oft selbst. Sperma habe ich auch reichlich. Seid neuster zeit jedoch habe ich zusätzlich Probleme meine Vorhaut zurück zu bekommen. Es tut weh und erfordert Geduld, weil diese dabei manchmal leicht einreißt wenn ich meinen Penis wasche.
Wie soll ich mich da verhalten? Was kannst Du mir für einen Rat geben?
Peter (59)
Hallo Peter,
1) Seit wann bist du zuckerkrank?
2) Wie stark hast du die Erkrankung? Schwere Diabetes, leichte Diabetes? ist sie stärker geworden?
3) Was tust du dagegen? Damit meine ich: Wie genau hältst du deine Diätvorschriften ein? Bist du da ein bisschen lax? (bitte ehrlich antworten)
4) Wie viel und wie oft bewegst du dich? (Bitte genau und ehrlich antworten!!!)
5) Du hast also eine erworbene und keine angeborene Diabetes, ja? Woher kommt das? Falsche Ernährung? Übergewicht? (Bitte genau und ehrlich antworten!!!)
6) Warst du wegen der Vorhautprobleme schon beim Arzt? Wenn ja, was hat er gemacht?
Bis bald
Beatrice
Hallo Beatrice,
Ich habe Zucker seid 6 Jahren. Erst nur Tabletten und seid zwei Jahren Insulin und eine Tablette. Ich behaupte, es ist eine mittlere Diabetes. Nach dem Insulin (Humalog) ist es auch nicht besser geworden.
Habe übergewicht, ca 15 kg. Bekomme sie auch nicht weg - allein wäre das kein Problem, aber in der Familie und naja soll keine Ausrede sein aber ist so der innere Schweinehund ....
Übergewicht habe ich schon vor der Feststellung gehabt, dass ich Diabetiker bin. Allerdings minimal. Nach dem ich vor 5 Jahren das Rauchen aufgegeben habe, kam erst der Gewichtsschub. Aber deshalb fange ich nicht wieder an zu Rauchen. Alkohol ist auch kein Thema.
Ja ich habe mir die Diabetes erworben. Warum??? Beim Essen habe ich eigentlich nie darauf geachtet, was es gab, sondern gegessen was auf den Tisch kam. War schon zu Hause bei den Eltern so. In meinen 22 Jahren bei der Armee konnte ich auch sehr selten mir aussuchen was ich essen will. Was die Kelle hergab, wurde gegessen. Es gab dabei immer die Einschätzug es ist ausreichend und es ist genießbar. Nun nach der Armeezeit also mit der Wende habe ich dann auch die Gaumenfreuden genossen die auf der reichhaltigen Angabotspalette standen. Reichlich Obst und Schokolade und und und. Da ich gegenwärtig in einem Beruf arbeite, der es mir oftmals nicht gestattet, genau auf die Broteinheiten zu achten, gehe ich die Sache sachlich und in Kompromissen an. Esse viel Gemüse und nehme keinen Süßstoff. Tee Kaffee und andere Getränke immer ohne Zucker. Kuchen mal im Monat ca. 3 Stück. Also ich nehme es nicht 100% ig, aber achte auch darauf. Ich hoffe Du verstehst wie ich das meine.
Bewegung: nicht so sehr doll. Sitze im Büro täglich 8 Stunden fahre viel Auto. laufe allerdings jeden Tag ca 2 km mit meinem Hund zwei mla ( Morgens und Abends) Laufen heißt im flotten gehen, nicht rennen.
Mit der Vorhaut war ich noch nicht beim Arzt, weil ich denke wenn ich es ihm sage dann ist mir das Peinlich weil es ja bisher immer normal war. Du bist annonym und der Arzt ist dann direkt anwesend. Wenn Du verstehst.
viele Grüße
Peter
Hallo Peter,
Vermutlich sind deine sexuellen Probleme ein ernsthafter Hilferuf deines Körpers... Mir scheint, su gehst ein wenig zu lax mit deiner Erkrankung um, tust zu wenig, hältst die ärztlichen Vorschriften nicht 100 % ein. Dass du viel mit dem Hund gehst, ist prima, aber du könntest noch mehr tun.
Jedes Gramm Übergewicht verstärkt deine Diabetes. Versuche, es loszuwerden. Diese Sexprobleme sind das Zeichen, dass du das Ruder ganz schnell herumreißen musst und so viel für die Gesundung deines Körpers tun musst, wie du irgend kannst. Mach Sport, beschäftige dich intensiv mit Ernährung! Dann wird sich auch der Sex wieder verbessern.
Ich möchte dir ein Buch sehr ans Herz legen, was deine Gesundheit und deine Fitness enorm verbessern wird (falls du es wirklich durchziehst, was er rät): Michel Montignac, Die Montignac-Methode.
Klar macht es Mühe und erfordert Umstellung, aber es lohnt sich!!!
Alles Gute
Beatrice
P.S. Hier noch Infos, die ich im Netz gefunden habe:
http://www.diabetes-news.de/info/sexualitaet_diabetes.htm
Störungen der Sexualfunktion bei Diabetes
Der Diabetes mellitus kann zu Schäden am Nervensystem (Neuropathie) und den großen und kleinen Gefäßen (Mikro- und Makroangiopathie) führen. Treten diese Veränderungen im Bereich des Beckens und der Geschlechtsorgane auf, können Störungen der Sexualfunktion die Folge sein. Wenn schwerwiegende Folgeschäden oder Komplikationen durch den Diabetes bestehen, wird sich dies natürlich auch auf die sexuelle Lust und Aktivität auswirken.
Eine verstärkte Neigung zu Stoffwechselentgleisungen, insbesondere eine Neigung zu Unterzuckerungen bei sexueller Aktivität können den Diabetiker und damit auch den Partner stark beeinträchtigen. Prinzipiell ist der sexuelle Akt wie eine sportliche Aktivität an zu sehen. Im Bedarfsfall sollten vorher zusätzliche Kohlenhydrate eingenommen werden.
Da sowohl die Durchblutung als auch die Nervenfunktion durch den Diabetes geschädigt werden kann, ist der Diabetes mellitus die häufigste Ursache für eine organisch bedingte erektile Dysfunktion.
http://diabetes-psychologie.de/sex.htm
Ungefähr jeder 2. Mann mit Diabetes im mittleren Lebensalter leidet unter sexuellen Störungen, das ist mehr als doppelt so häufig wie im Bevölkerungsdurchschnitt. Häufig handelt es sich dabei um die sogenannte erektile Dysfunktion, d.h. das Glied wird nicht ausreichend oder gar nicht mehr steif. Oft leiden Männer auch unter einem Verlust ihres sexuellen Verlangens. Seltener verliert der Penis seine Sensibilität oder es bleibt der Samenerguß aus.
http://www.diabetesindex.de/html/diabundsex.html
Kann Diabetes die Sexualität beeinträchtigen ?
Prinzipiell: JA : Diabetes kann das empfindliche Spiel der Sexualität an verschiedenen Stellen stören:
* die psychische Belastung durch die chronische Krankheit
* die eingeschränkte körperliche Belastbarkeit
* die Nebenwirkungen von Medikamenten (hauptsächlich bei Typ-2-Diabetes)
* die Veränderungen an Blutgefäßen und Nervenbahnen
Aber: Durch eine gute Einstellung, richtiger psychologischer Betreuung durch den Partner, Familie und Arzt sind alle Risiken zumindest senkbar. Dazu später mehr...
Wie häufig sind Sexualstörungen bei Diabetikern ?
Die Erektionsfähigkeit ist bei etwa der Hälfte aller männlichen Diabetiker eingeschränkt. Somit gilt Diabetes als die häufigste Ursache für Potenzstörungen.
Warum kommt es zu Problemen ?
Zum einen ist die psychologische Belastung einer Krankheit, wie Diabetes enorm. Nicht umsonst sind Depressionen bei Diabetikern besonders häufig. Die psychologische Stabilität ist ein Grundpfeiler einer funktionierenden Sexualität. Zum anderen gibt es organische Ursachen. Die Schädigungen an Nerven und Gefäßen beeinträchtigen jegliche, an der Sexualität beteiligten, Organe : Das Anschwellen des männlichen Gliedes oder der weiblichen Schamlippen, der Samenerguß oder die Erweiterung und das Feuchtwerden der Scheide bei der Frau werden durch ein feines Zusammenspiel von Blutgefäßen, Muskeln und Nerven reguliert. Sind diese geschädigt, kann der Körper nicht mehr richtig auf sexuelle Stimulation reagieren, die Sexualität wird schwierig, schlimmstenfalls schmerzhaft oder gar unmöglich.
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