Frag Beatrice

Ich habe diese schwule Phantasie – umsetzen, obwohl´s mich teilweise ekelt?

Obwohl ich hetero bin und eine Partnerin habe, stelle ich mir oft vor, Sex mit einem Mann zu haben. Aber danach finde ich es widerlich

Ich habe diese schwule Sexphantasie, also dass ich Sex mit Männern habe

Hi Beatrice,
ich habe zwar seit anderthalb Jahren eine Freundin und ein gutes Sexualleben mit ihr, doch ich habe schon über ein Jahr regelmäßig die Phantasie, es mit einem älteren Mann zu treiben. Ich stelle mir dann immer vor, wie ich ihm einen blase und er anal in mich eindringt usw. Doch nach dem Orgasmus finde ich diese Vorstellung ekelhaft und widerwärtig.
Jetzt weiß ich nicht, ob ich es mal verwirklichen sollte, oder ob ich es lieber sein lasse…?
Was würdest du mir empfehlen???
Vielen Dank für deine Antwort…
Jonas (19)

Hi Jonas,
ich rate dir zunächst mal eher davon ab, es zu verwirklichen, weil
1) Phantasien nur sehr selten in der Wirklichkeit so geil sind wie in unserer Vorstellung (zum Beispiel kann es gut sein, dass in der Realität sein Schwanz schlecht riecht und der Analverkehr dir nur weh tut), und
2) weil es dir beim Umsetzen genauso gehen würde wie jetzt: Danach (oder schon dabei) würde es dich anekeln.

Ich will damit nicht sagen, dass Sex unter Männern eklig wäre – Gott bewahre. Sondern für DICH persönlich, da dich nach dem Kommen schon allein die Vorstellung ekelt. Sprich, entweder ist es nichts für dich oder du bist noch nicht so weit.
Von daher rate ich dir, es einfach als erregende Phantasie zu behalten. Denn es ist gut, ein paar unerfüllte Phantasien zu haben, die man nach Bedarf rausholen kann, um sich in Erregung zu bringen. Die meisten Menschen haben Sexphantasien, die für sie zwar erregend sind, aber die sie gar nicht umsetzen wollen (zum Teil wäre das auch gar nicht machbar); das Tabu, das Verbot und/oder das “Unmachbare” tragen zur Erregung bei.
Bitte lies dazu auch:

Ich habe schwule Phantasien, eigentlich stehe ich auf Frauen, aber bin unsicher

Ich bin hetero, aber habe schwule Sexphantasien, muss ich sie ausleben?

Herzlichst
Beatrice Poschenrieder

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