Mein Freund will sich mir total unterwerfen (Teil 2)

Liebe Beatrice!
Nochmal suche ich Rat bei dir. Vor einem halben Jahr habe dir geschrieben, dass mein Freund mein Sklave sein möchte und sich mir total unterwerfen ((für Teil 1 hier klicken!)). Ich habe auch paar Spielchen mit ihm ausprobiert und waren beide zufrieden. Wir sind jetzt schon 13 Monate zusammen und wohnen zusammen. Neulich erzählte er mir, dass er auch noch gerne Frauenkleider anziehen würde – das erregt ihn sehr. Habe nichts dagegen, denn ich akzeptiere seine Vorlieben und liebe ihn sehr. Er hat sich paar Klamotten zugelegt und war also zu Hause als Frau, hat mich bedient und machte den Abwasch dabei immer mit hohen Schuhen, hat sich die Beine rasiert, Brust und den Genitalbereich. Ich bin sehr tolerant, habe aber mit diesen Dingen (transsexuell) nichts am Hut, nur aus Liebe zu ihm.
Alles war gut, dachte ich… Er geht im Internet auf eine besondere Seite, das hat mich immer gestört, und wenn ich ihn frage, warum er da überhaupt ist, sagte er, er mag lesen, was die Leute da so schreiben. Weiter hat mir das keine Ruhe gelassen, bin selber auf die Seite und habe mich umgeguckt, dabei bin ich an eine Annonce gestolpert, die zu ihm passen würde. Ich war so aufgeregt, dass ich geantwortet habe mit einem anderen Namen, und er war das tatsächlich. Gestern spät am Abend, als ich von der Arbeit kam, hatte ich die Nachricht und sogar ein Bild von ihm. Mein Herz schlug unwahrscheinlich laut und schnell. Er hat geschrieben, dass er seit langem mit sich im Konflikt lebt, dass er eine Frau sein möchte, sogar Hormone und Operation in Kauf nehmen. UND JETZT… er lebe zwar in einer Partnerschaft, aber er sei nicht glücklich!!! Er könnte sogar umziehen. Von daher sucht er jemanden, der ihm hilft eine Frau zu sein, und er möchte deren Hausmädchen oder sowas sein. Dazu ein Bild. Das hat mich gestern umgehauen, bin voll Trauer, mein Herz blutet, hilf mir bitte! Ich habe gleich mit ihm gesprochen, er sagte mir, dass ihn das erregt, wenn er so schreibt, dass er nie umziehen würde und sich auch nicht operieren lässt. Er bat mich um Verzeihung und meinte, er werde das nie machen.
Ich bin so traurig, denn ich weiß nicht, ob ich weiter ne Chance habe bei solchen seinen Neigungen. Liebe Beatrice, nur Du kannst mir helfen, ich kann doch mit keinem darüber reden. Heute ist Montag und Samstag fliegen wir im Urlaub, bin so verloren, bitte schreibe mir schnell wie möglich, bitte!
Anja (38)

Mein Freund ist transsexuell und devot

Plötzlich will er sich anziehen und schminken wie eine Frau und Perücken tragen!


Liebe Anja,
allzu Ermutigendes kann ich dir leider nicht sagen. Ehrlich gesagt wäre ich genauso bestürzt wie du und wüsste auch nicht, ob ich seinen Beteuerungen Glauben schenken soll. Du kannst es nur auf einem Weg herausfinden: abwarten und sehen, was die Zukunft bringt!
Wenn es dir irgend möglich ist, dann versuch, deine Trauer und Ängste und Bedenken zumindest für die Dauer des Urlaubs beiseite zu schieben und diesen zu genießen. Hoffentlich hat dein Schatz da keinen Internet-Zugang. Und danach solltest du dir vielleicht mal grundsätzliche Gedanken machen, was du von einer Beziehung eigentlich erwartest und wie du dir deine Zukunft vorstellst. Passt da ein Mann hinein, der dein Sklave und eine Frau sein will? Glaub nicht, dass er diese Vorlieben irgendwann über Bord werfen wird – auch nicht dir zu Liebe. Im Gegenteil ist leider die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass er noch ein ganzes Stück mehr in diese Richtung gehen will.
Vielleicht sagst du, okay, ich nehme ihn, wie er ist. Vielleicht sagst du, nein, auf Dauer ist das nichts für mich.
Lass dir Zeit, drüber nachzudenken.
Alles Gute und schönen Urlaub
Beatrice Poschenrieder

Hallo Beatrice!
Ich bin jetzt nach dem Urlaub sehr entspannt und denke auch positiver. Das Wichtigste für mich ist, dass Du gleich geantwortet hast und mir einfach zu Seite gestanden hast, mich nicht lange warten ließest! Als ich dieses Brief geschrieben habe, hatte ich aus dem Bauch heraus gespürt, dass Du mir antwortest, und das war wirklich schön. Um so mehr, wenn man keine Leute dazu hat. Ich danke dir sehr
Anja