Soll ich ihm mehr Freiheit geben?

Hallo Beatrice!
Ich habe seit einem Jahr einen Freund, der 14 Jahre älter ist als ich (ich 20, er 34). Die Beziehung läuft super und wir merken den Altersunterschied nicht, aber ich merke immer wieder, dass ich zu sehr klammere. Und gestern Abend sagte er, dass er ein bisschen seine Freiheit vermissen würde. Was kann ich da tun?
Michele (20)

Wird es ihm zu eng? Enge ich ihn ein?

Er sagt, er braucht mehr Freiheit und einen gewissen Freiraum

Liebe Michele,
ich denke, der Altersunterschied hat nichts mit eurer aktuellen Thematik zu tun, im Gegenteil: jüngere Männer brauchen im Allgemeinen viel mehr Freiraum. Euer Thema hat eher damit zu tun, dass du (wie du sogar selbst sagst) “klammerst” und dass ihr nach seinem Geschmack zu viel Zeit miteinander verbringt und er zu wenig Zeit für sich selbst hat. Ich weiß ja nicht, wie viel ihr euch seht, aber vermutlich sehr viel, da du ja sagst, dass die Beziehung “super läuft”.
Der Ausspruch deines Freundes ist ein Warnsignal, das du ernst nehmen musst, weil er sonst früher oder später heftig auf Abstand gehen wird.

Also was kannst du tun? Na ganz einfach: Gib ihm mehr Freiheit. Sprich mit ihm über deine Ängste und bitte ihn, mit dir zusammen auf Lösungen zu kommen. Zum Beispiel dass ihr zwei feste Abende pro Woche vereinbart, wo jeder seine eigenen Wege geht und seinen eigenen Freundeskreis trifft – aber wenn du dabei Angst hast, er könnte andere Frauen kennenlernen, dann soll er dich im Laufe “seines Abends” kurz anrufen und dir Bescheid geben, was er grade macht – falls dich das beruhigt. Das soll er nicht als Kontrolle empfinden, sondern es dient dazu, deine Ängste einzudämmen.
Ferner ist es wichtig, dass du deinen eigenen Freundeskreis pflegst wie auch deine eigenen Interessen. Fang am besten schon morgen damit an! (Warum das so extrem wichtig ist, wird sehr gut erklärt im Buch von Martin von Bergen, «Das Geheimnis, wie sich ein Mann wieder in Sie verliebt: Wie Sie ihn wieder an sich binden, wenn er sich von Ihnen emotional entfernt hat»).
Herzlichst
Beatrice Poschenrieder