Ich will mit meinem neuen Freund Kinder, aber bin jetzt schon fremdgegangen

Hi Beatrice!
Ich bin seit gut 3 Monaten mit meinem Freund (19) zusammen, den ich eigentlich schon sehr liebe und mir auch vorstellen könnte mit ihm Kinder zu kriegen. Er redet ständig davon, dass wir heiraten werden und Kinder kriegen, und würde es nie überstehen, wenn Schluss wäre. Auch ich kann mir nicht vorstellen, ihn zu verlassen, noch dazu ist er auf meiner Schule und tut einfach alles für mich. Doch vor 2 Wochen habe ich mich mal wieder mit meinem Exfreund getroffen. Die Trennung von meinem Exfreund ist ein halbes Jahr her, doch ich habe nie wirklich erfahren, warum er Schluss gemacht hat, vielleicht konnte ich ihm auch einfach nicht zuhören, wenn er es mir erklären wollte. Ich habe ihn nie vergessen können und bin ihm erstmal 3 Monate hinterhergerannt.
Als ich mich also vor 2 Wochen mit ihm im Schwimmbad getroffen habe, war sofort wieder diese Zuneigung, das Vertrauen und die Geborgenheit da. Wir haben uns geküsst, obwohl ich anfangs gezögert habe. Letztes Wochenende haben wir uns wieder getroffen, wir haben uns wieder geküsst und sogar miteinander geschlafen – aber nur, weil ICH das wirklich wollte.
Ich weiß, dass ich meinem Freund damit sehr weh tue und ich möchte auch nicht, dass er es erfährt. Mein Ex wusste ebenfalls nicht, dass ich einen neuen Freund habe.
Gestern war ich mit meinem Exfreund wieder mal nach langer Zeit in unserer Stammkneipe. Nachdem wir dann gegen 2 Uhr nachts die Kneipe zusammen verlassen haben, sind wir erst extra noch zu MacDonalds, weil ich Hunger hatte (etwa eine halbe Stunde weg von der Kneipe aus, und er hat mir auch noch alles gezahlt, z.b. die Getränke und einfach alles).
Danach sind wir zu ihm, haben allerdings NICHT miteinander geschlafen. Wir sind Arm in Arm miteinander eingeschlafen und es war einfach nur total schön. Ich möchte ihn nicht mehr missen und fühle mich sehr sehr stark zu ihm hingezogen. Auch er hat mir bereits eine Liebeserklärung gemacht und möchte wieder mit mir zusammen sein, er will diesmal alles besser machen. Auch ich würde das gerne wieder mit ihm wagen, doch ich habe einen Freund! Ich kann mir nicht vorstellen, jemals mit ihm Schluss zu machen. Aber die Vorstellung, ihn später evtl mal zu heiraten und Kinder zu kriegen, nimmt immer mehr ab.
Ich fühle mich total hin- und hergerissen. Heute habe ich meinem Exfreund gestanden, dass es noch einen andern gibt (nämlich meinen Freund). Er war total geschockt und fühlte sich hintergangen, was natürlich verständlich ist. Nun wollte er mit mir den Kontakt abbrechen, weil das seiner Meinung nach besser für mich und meinen Freund ist. Er hat zwar irgendwo Recht, aber ich möchte die beiden Nächte mit ihm auch nicht ungeschehen machen und es gerne nochmal mit ihm versuchen.
Mit einer Freundin darüber kann ich nicht reden, weil die mich für völlig verrückt erklären würde und gleich sagen würde, ich solle gefälligst bei meinem Freund bleiben. Deswegen möchte ich mir gern eine außenstehende Meinung holen, nämlich von dir!
Bitte bitte hilf mir! Ich weiß nicht mehr weiter!
Liebe Grüße, Zarah (18)

„ich

Liebe Zarah,
hier kommt meine ehrliche Meinung:
1) Du bist noch viel zu jung, um an Familie und Kinderkriegen zu denken.
2) Drei Monate Beziehung sind VIIIIIIIIEEEEL zu wenig, um zu wissen, ob man wirklich miteinander Kinder haben sollte, ja ob die Beziehung überhaupt von Dauer ist. Und wie man sieht, ist sie
3) nicht von Dauer, da du deinen aktuellen Freund nicht mehr liebst, sondern deinen Ex. Was dich bei deinem aktuellen Freund hält, ist
a) das Gefühl, dass er dich liebt,
b) die Familienpläne (für die es ohnehin viel zu früh ist), und
c) der Einfluss anderer Leute, die euch für ein tolles Paar halten.
Das sind alles keine wirklich guten Gründe, um bei ihm zu bleiben.
4) Eine dauerhafte Beziehung mit Kindern auf einer heftigen Untreue aufzubauen, ist nichts Gutes.
Dein Herz ist beim Ex, also sei konsequent und hintergeh deinen ahnungslosen Freund nicht weiter, sondern mach reinen Tisch mit beiden Männern und starte einen Neuversuch mit dem Ex.
Viel Glück!
Beatrice Poschenrieder