Er misshandelt und bedroht mich, wo kann ich nur hingehen?

Hallo Beatrice!
Wie kann ich meinen Mann verlassen? Mein Mann ist ein wahrer Tyrann, er sitzt von morgens bis abends am PC und tut nix. Ich darf mich um alles kümmern, auch die Arbeiten, die der Mann eigentlich machen sollte. Ich komme mir vor wie eine Sklavin. Auch erzählt er mir jeden Tag, wie dumm ich bin, wenn ich etwas verkehrt mache dabei. Oft tritt er mich und schmeißt mich vor irgendwelchen Schränke. Ich würde ihn gerne verlassen, aber ich weiss nicht wie und wie weit ich Schutz bekommen kann.
Wenn ich ihn verlasse, dann will er mir eine Kugel verpassen. Ich habe Angst, nicht nur um mich, sondern vor allem um meine 3 Kinder. Ich weiß nicht mehr ein noch aus!!!
Kannst du mir irgendwie helfen?
Christiane (ohne Altersangabe)

Liebe Christiane,
du musst ganz dringend raus da. Hau ab, bevor er dir oder den Kindern noch Schlimmeres zuleide tut!
Am besten du gehst in ein Frauenhaus. Das sind geheime Häuser, zu denen nur Frauen Zugang haben. Männer erfahren die Adressen meist gar nicht, und wenn, dann werden sie nicht reingelassen. Dort kümmert man sich um dich und die Kinder, ihr könnt da wohnen und essen, und es gibt sehr nette Frauen, die dich unterstützen und dich umfassend beraten, was du tun kannst und wie du dich schützen kannst und wie es weitergeht mit euch.
Die Adressen von Frauenhäusern erfährst du über Frauenzentren und über Pro-Familia-Stellen (schau mal im Internet oder Telefonbuch!)
und meist auch über den weißen Ring (Opfertelefon):
01805 / 34 34 34
Suchen kannst du auch im Internet, indem du auf www.dajeb.de
gehst, dort dann auf “Beratungsführer online” klickst, dann auf “Abfrage nach Postleitbereich”
und auf der Seite, die dann erscheint, gibst du die ersten drei Ziffern deiner Postleitzahl ein und gehst auf “suchen”. Dann sollten etliche Adressen erscheinen und du kannst schauen, ob was dabei ist, wo du dich hinwenden könntest.
Im Prinzip müsste dir schon geholfen werden, wenn du einfach ins nächste Frauenzentrum gehst.

Sei stark und verlass dieses Ekel! Schon der Kinder zuliebe!
Ich drück dir die Daumen
Beatrice Poschenrieder