Er hat Erektionsstörungen: Bleibt das jetzt so? Was kann man tun?

Frage:
Ich habe / Mein Partner hat Probleme mit der Erektion. Ich kriege / Er kriegt keinen mehr hoch. Ist das eine Impotenz? Wird das jetzt immer schlimmer, bleibt das so? Was kann man tun?

Antwort:
Zuerst einmal kommt es drauf an, wie oft und wie lange die Erektionsprobleme schon auftreten – weil keiner drüber redet, weiß auch keiner, wie alltäglich sie sind: Mehrere Studien ergaben übereinstimmend, dass jeder zweite Mann zwischen 20 und 40 so etwas schon erlebt hat, und die über 40 noch weit öfter.
Sprich: Treten die Potenzstörungen nur gelegentlich auf und die meiste Zeit klappt alles ganz normal, muss man sich keine großen Sorgen machen. Erst wenn über Wochen oder gar Monate kaum noch was oder gar nichts mehr geht, muss man genauer hinschauen.

Der erste Punkt der Abklärung: Ist es eher eine seelische oder körperliche Ursache?
Falls manchmal noch volle Erektionsfähigkeit da ist (z.B. im Schlaf oder morgens oder beim Onanieren), ist die Ursache seelisch-mental.
Psychologisch können Erektionsstörungen ja verschiedenste Ursachen haben: Der Betroffene hat Angst vor irgendwas oder fühlt sich von der Frau sexuell unter Druck gesetzt, oder in der Beziehung stimmt was nicht, oder… Man muss unbedingt offen drüber reden! Eine ausführliche Darlegung vieler möglichen seelischen Gründe für Impotenz (plus Lösungswege) finden Sie im entsprechenden Kapitel in meinem Buch „Sex für Faule und Gestresste: So holen Sie mehr aus Ihrem Liebesleben – mit weniger Aufwand!“ (Buchinfo siehe unten) und in vielen Briefen hier in der Rubrik “Erektion & Erguss”.

Meist ist es allerdings eine Mischung aus körperlichen und seelischen Faktoren! Das heißt: Wenn Sie die körperliche Grundlage verbessern, reicht das oft schon aus, um auch die seelischen in den Griff zu kriegen.
Zuallererst sollte man natürlich zum Arzt gehen. Zunächst zum Allgemeinarzt oder Internisten, um einen Gesamtcheck zu machen, zumal Erektionsstörungen Anzeichen von ernsthaften versteckten Erkrankungen sein können, wie Diabetes oder Krebs, oder Vorboten eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls. Danach zum Urologen oder Andrologen, der noch gezielter auf Potenzprobleme eingehen kann.

Ihre Standfähigkeit hängt auf körperlicher Ebene vor allem davon ab, wie gut Ihr Gefäßsystem und Ihre Muskulatur im Unterleib funktionieren. Und das können Sie selber sehr stark beeinflussen. Für eine Erektion müssen sich die Gefäße öffnen (Blut fließt in die Schwellkörper), aber dann auch wieder “dicht” verschließen (eingeflossenes Blut bleibt im Penis). Dazu tragen u.a. auch die Muskeln bei, die die betreffenden Gefäße umgeben, und die wiederum gehören zur Beckenboden-Muskulatur.
Hier kommen die häufigsten Faktoren, die auf dieses System einwirken:
Nikotin verengt die Gefäße (d.h. es kommt nicht so viel Blut rein, wie es könnte).
Alkohol weitet sie und hält sie offen (d.h. Blut fließt zwar ein, aber es kann zum Teil auch wieder rauslaufen).
Fettreiche, ungesunde Ernährung verursacht Ablagerungen in den Gefäßen, d.h. sie werden enger und unelastisch.
Fettpolster drücken auf die Gefäße, mindern die Produktion männlicher Hormone, fördern die Bildung weiblicher Hormone (beides sehr ungut für die Potenz!); zudem macht Übergewicht träge und unbeweglich.
Bewegungsmangel läßt das Gefäßsystem schneller altern und die Unterleibsmuskulatur erschlaffen.
Störungen, die Gefäßsystem und Blutkreislauf beeinträchtigen: Diabetes, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Probleme, erhöhtes Cholesterin, Alterungsprozesse, Nierenerkrankungen, Alkoholismus, Multiple Sklerose, Rückenmarks- oder Unterleibsverletzungen u.v.m.
• Bestimmte Medikamente (z.B. viele Präparate gegen Bluthochdruck, Herzkrankheiten, Allergien, Depressionen, Angst, Essstörungen und Geschwüre).
Großer Stress, Angst, Unsicherheit: Behindern nicht nur die Lust im Kopf, sondern durch unwillkürliche muskuläre Verspannungen auch den Blutzufluss zum Penis. (Wie sich das genau verhält, wird in meinem Video erklärt: «Bin ich sexuell selbstbewusst? Ein guter Liebhaber? Oder geht da noch was?»

Das Rauchen sollte man unbedingt komplett einstellen und Alkohol auf ein kleines Glas Wein oder Bier beschränken. Keine harten Sachen, kein Likör! Viele Männer wissen zum Beispiel nicht, dass Alkohol nicht nur im Einzelfall zum Hänger führen kann, sondern auch allgemein die Erektionsfähigkeit mindert (etliche Vieltrinker haben das sog. Halbsteif-Syndrom!).
Bewegung verbessert die Durchblutung des Unterleibs, fördert auch die Bildung männlicher Hormone, die ja beträchtlich zur Potenz beitragen.
Bluthochdruck: kann dazu führen, dass die Blutgefäße sich verengen oder steif werden. Leider verringern auch viele Blutdrucksenker Potenz und Standvermögen, darüberhinaus allgemein Lust und Lebensenergie. Das Allerbeste wäre, wenn man zu einem Lebensstil fände, der diese Mittel überflüssig macht: Viel Sport und Bewegung, sehr gesunde Ernährung, wenig Fett und Zucker, sehr wenig Alkohol, kein Nikotin, Abbau von Übergewicht, Einnahme von Omega-Fettsäuren usw.
Viele Männer, vor allem ältere, unterschätzen die Bedeutung der Ernährung und haben eingefahrene, überholte Gewohnheiten: Morgens mengenweise Kaffee, dazu Weißmehlbrötchen, Butter, Marmelade; mittags Fleisch mit Soße und Beilagen, süßer Nachtisch; nachmittags Kaffee und Kuchen; abends Weißmehl-Brot mit Butter usw. Diese Ernährung ist Mist, denn unser Körper ist immer noch auf die Nahrung eingestellt, die der Mensch Hunderttausende von Jahren hatte: eben nur Essbares, was man in der Natur findet und mit einfachsten Mitteln daraus zubereitet. Gibt man ihm degeneriertes Zeug wie oben beschrieben, ist es, als betriebe man einen Hochleistungsmotor nur mit ungeeignetem und verunreinigtem Benzin und Öl – bald läuft er nicht mehr richtig, sondern entwickelt Störungen; Leitungen verstopfen, Ventile und Kolben blockieren, der Treibstoff gibt zu wenig Power her. Dementsprechend ist so ein Körper schlapp, krank und voller Ablagerungen – auch Ihr Penis!
Ferner gibt eine sehr effektive Methode, die auch noch kostenlos ist:
Beckenboden-Training. Es hilft nachgewiesenermaßen bei Erektionsschwäche! Auch hierzu gibt es eine Anleitung im Buch „Sex für Faule und Gestresste“.
Gute Besserung
Beatrice Poschenrieder „"
„Sex
 
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