Zuhause nur Anfänger-Sex! Mit meiner Geliebten ist es super, aber sie ist 12 Jahre älter

Werte Beatrice,
ich (Harald) bin 35 Jahre alt und seit 8 Jahren verheiratet. Zwei Kinder (8 und 6 Jahre) hat mir meine Frau geboren. Meine Frau ist sexuell sehr zurückhaltend. Sie beginnt nie beim Sexualverkehr und möchte nur in der Missionarsstellung verkehren. Sie verbietet mir den Oralverkehr. Bisher habe ich wegen der Kinder alles hingenommen. Ab und zu bin ich auch mal fremdgegangen, dies war nie etwas auf Dauer. Vor ca. 6 Monaten habe ich eine 47jährige Lehrerin (geschieden und Mutter von zwei erwachsenen Kindern) kennen und lieben gelernt. Diese Frau ist in sexueller Hinsicht, das Gegenteil von meiner Ehefrau. Sie hat sehr gern Sex, auch oral. Dabei hat sie auch immer einen ausgeprägten Orgasmus, den sie lautstark untermauert. 
Ich stehe nun zwischen zwei Stühlen. Soll ich mich von meiner zurückhaltenden Frau scheiden lassen und mich völlig meiner Geliebten widmen? Freunde haben mir davon abgeraten. Sie meinten, die Kosten und sonstigen finanziellen Nachteile wären bei eine Scheidung sehr groß für mich. Sie meinten weiterhin, der Altersunterschied zu der Geliebten wäre zu groß. Es würde sich später sehr nachteilig auswirken, wenn die Frau älter wird.
An meinen Wohlbefinden merke ich, dass mir das Verhältnis mit der Lehrerin auch körperlich sehr gut tut. Wenn ich an meine Geliebte denke, bekomme ich häufig eine Erektion.  
Wie verhält man sich richtig? Bleibt man der sexuell zurückhaltenden Ehefrau, mit der ich auch alle 1 bis 2 Wochen sexuell verkehre, ohne dass es für mich ein Genuss ist? Soll ich weiterhin so oft wie möglich zur meiner Geliebten gehen, um mit ihr guten Sex zu haben? Bisher hat meine Frau noch nichts von meinen Verhältnis gemerkt.
Oder lasse ich mich scheiden und lebe trotz aller vorausgesagter Hindernisse mit der Lehrerin zusammen?
Vielen Dank für Ihren Rat im voraus.
Mit freundlichen Grüßen
Harald (35)
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Lieber Harald,
ich finde, dass man, wann immer es irgend möglich ist, aufrecht sein sollte und somit auch aufrecht und ehrlich zu dem stehen sollte, was man empfindet und tut.
Insofern finde ich, Sie sollten auf keinen Fall weiterhin mit ihrer Frau schlafen, wenn es für Sie gar kein Genuss ist (mit Sicherheit ist es auch kein Genuss für Ihre Frau), und Sie sollten ihr sehr klar sagen, dass dieser sehr eingeschränkte Anfänger-Sex, den Sie pflegen, Ihnen überhaupt nicht gefällt, sondern Sie anödet, und dass Sie sich seit langem eine erwachsene Art von Sex wünschen (damit ist ja keineswegs Porno-Sex gemeint, sondern einfach lustvolle und vielfältige Erotik).
Falls Ihre Frau darauf mit Abwehr und Verständnislosigkeit reagiert, sollten Sie ihr sagen, dass ein beiderseits erfülltes Liebesleben zur Basis einer Paarbeziehung gehört und Sie unter diesen Umständen dann eher an eine Trennung denken, damit Sie beide noch die Chance haben, einen wirklich passenden Partner zu finden. Sie beide können ja durchaus noch ein gutes Elternpaar bleiben, ohne dass Sie weiterhin den Schein einer intakten Ehe aufrecht erhalten. De facto müssen Sie sich noch nicht mal scheiden lassen, Sie können auch verheiratet bleiben, aber getrennt leben. Über all dies sollten Sie offen mit Ihrer Frau sprechen, statt sie weiterhin zu hintergehen und zu belügen.
Möglicherweise sollten Sie Ihrer Frau auch sagen, dass Ihr Sexualleben Sie so frustriert hat, dass Sie sich auf eine andere Frau eingelassen haben.

Zu der anderen Frau:
Will diese überhaupt mit Ihnen eine richtige Beziehung und zusammenleben?
Wenn ja, muss der Altersunterschied nicht zwingend ein Problem sein. Außerdem muss man nicht immer an „lebenslange“ Beziehungen denken. Wenn Sie beide sich jetzt lieben, ist das ja auch schon eine wunderbare Sache, auf der man aufbauen kann.

Ich persönlich halte nichts von faulen Kompromissen nur um des schönen Scheins und der Finanzen wegen, denn letztlich tun Sie damit drei Menschen nichts Gutes: sich selbst nicht, Ihrer Geliebten nicht und Ihrer Frau auch nicht. Allerdings ist es immer superwichtig, im Falle einer Trennung dafür zu sorgen, dass die Kinder nicht allzusehr darunter leiden.

Herzlichst
Beatrice Poschenrieder

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