Was muss ein Mann haben, damit er bei Frauen gut ankommt? (Teil 3)

Hier kommt die Fortsetzung von “Was muss ein Mann haben, damit er bei Frauen gut ankommt? Teil 1
und “Teil 2“.
Es geht um die Punkte, die den Ausschlag geben können, ob du bei Frauen Erfolg hast… oder eher nicht so.

Sinnlichkeit
Die glauben wir Frauen vor allem an drei Dingen ausmachen zu können: Essen, Tanzen, Anfassen. Wer sein Futter dicht überm Teller wahllos und in Rekordzeit in sich reinschaufelt, wird auch woanders wie eine Dampfwalze über uns hinwegrattern, ahnen wir. Sinnenfreudige hingegen essen langsam und genüsslich, und da sie die Ess-Etikette voll beherrschen, dürfen sie auch mal die Finger benutzen. In dem Fall sehr sexy: die Frau füttern.
Am Tanzen zeigt sich das Körpergefühl: Sicherheit in der Bewegung, Wendigkeit, Elastizität. Schlecht: hektisches Gehüpfe – oder so steif, als hättest du einen Stock verschluckt, mit Armbewegungen, als müsstest du dich schützen. Gut: locker aus der Hüfte!
Sinnliche Menschen fassen sich oft selbst an – streichen sich über Lippen, Haut oder Haare – und auch ihr Gegenüber. Aber auf Tuchfühlung zu gehen, ist eine kritische Gratwanderung. Kleine Berührungen, wie zufällig, eine flüchtige Hand auf ihrem Arm im Gespräch, ein leichtes Schulterklopfen, ein geleitender Arm beim Gehen, all das kann körperliche Verbindung schaffen und Appetit auf mehr machen.
Aber: Penetrantes Betatschen bewirkt genau das Gegenteil!
Tipp: Erst angreifen, wenn die Frau dich angefasst hat.

Ich benutze die Frauen nur für mein Ego

Ich kann´s mir leisten, die jungen Weiber flachzulegen


Status
Männer, die bei den Damen zu selten einen Fuß auf den Boden kriegen, schieben´s gern auf den schnöden Mammon: “Die Weiber sind doch eh nur auf Kohle aus”. Falsch. Die wenigen Mädels, auf die das zutrifft, sind sowieso nicht die richtigen. Großzügigkeit spielt eher eine Rolle, denn sie signalisiert, dass derjenige auch in Beziehungen viel gibt; und mit Großzügigkeit meinen wir nicht nicht großspurige Geschenke, sondern dass er kein Geizkragen ist (weder materiell noch in seiner Zuwendung).
Erotischer als Geld ist vielmehr das, was zum Geld führt, nämlich Erfolg. Er beweist Zielstrebigkeit, Selbstbewusstsein, Intelligenz, und mit diesen Eigenschaften kann man auch in der Liebe einiges anfangen.
Ewige Studenten, Schmarotzer und Drückeberger werden von uns Frauen oft als schwach und kraftlos eingestuft – das schmälert unsere Achtung sehr und damit auch unser Begehren.
Auch Überlegenheit ist für Frauen irgendwie ziemlich sexy. Drum gewinnen selbst Männer, die die Natur optisch benachteiligt hat, enorm, wenn sie etwas beherrschen, woran die Anvisierte ein bestimmtes Interesse hat – sei das nun Quantenphysik, sprachliche Ausdrucksweise oder auch nur beeindruckendes Wissen oder Können, etwa in einer Sportart. Kaum eine Sorte Männer hat so einen Schlag in der Damenwelt wie Sportler, Kite-, Beachvolleyball- oder Skilehrer, Personal Trainer, Yoga-Coaches und dergleichen. Sind ja nebenbei auch noch mit Körperbeherrschung und knackiger Figur verbunden.

Verwegenheit
Der verwegene Typus lässt Weibesknie weich werden, weil wir in ihn all unsere unerfüllten Sehnsüchte hineininterpretieren können – von wild-spontanen Aktionen, Reisen, Sex im Urwald etc.pp. – Spaß pur eben. Und sein Geruch von Freiheit und Abenteuer lässt uns hoffen, dass wir mit ihm in ungeahnte Dimensionen vorstoßen werden.
Er ist ein bisschen sonnengebräunt (nur ein bisschen! Keine Turboschwärze aus der Tube oder Steckdose!), durchtrainiert-agil von Kopf bis Fuß, und er verreist viel. Denn dieser Mann ist sooo aktiv, weil er Tag für Tag soo viel erleben muss – kein blässlicher Sesselpuper. Er soll ja Spannung und Abwechslung in unser Leben bringen und nicht langweiliges Gleichmaß.

Kommunikation
Etliche Männer geraten, ohne es auch nur im geringsten zu bemerken, bei einer begehrenswerten Frau auf die Ich-bin-wer-Schiene: Jetzt schnell zeigen, was man alles drauf hat!
Und dann verfallen sie zum Beispiel in hektisches Geplapper oder Selbstdarsteller-Monologe. Das gibt Minuspunkte!
Andere wiederum geraten auf die Mitleidsschiene, packen ihre psychischen Probleme, Krankheiten, Schwächen oder ihr “Pech” mit Frauen aus. Oh weh, noch mehr Minuspunkte!
Du musst dann nur noch schwärmerisch oder abwertend über deine Ex lamentieren – dann ist es ziemlich sicher, dass deine Chancen bei der Lady auf ein Minimum schrumpfen.
Verlege dich lieber darauf, dein weibliches Gegenüber genauer kennen zu lernen. Stell ihr Fragen, hör gut zu, hake nach.
Gute allgemeine Gesprächsthemen sind: Liebe, Psychologie, Essen, Reisen, Wohnen, bei vielen Frauen auch Musik, Filme, Sport. Geh auf sie ein – Frauen vermuten dann auch anderweitiges Einfühlungsvermögen.
Beim Gebiet “Liebe” bleib lieber bei der Liebe und rede nur dann Richtung Erotik, wenn die Dame das Terrain als erste betritt, und sei vorsichtig, nicht in den Schweinsgaqlopp zu verfallen: Anzüglich-Plumpes geht fast immer sofort nach hinten los.
Tipp: Mehr zuhören als selbst reden, nachhaken, sie nicht unterbrechen.
Anti-kommunikativ:
• Halblautes, vernuscheltes, monotones Sprechen – mühsam für die Gesprächspartnerin, abwertend für dich selbst (= ich weiß nicht, ob ich das jetzt wirklich sagen soll…).
• Genauso nervig: verlegenes Lachen am Ende jedes zweiten Satzes.
• Die ständige Benutzung von Füllseln wie “irgendwie, -wo, -was”, “praktisch”, “äh” usw.
• Lass dir Zeit beim Reden, aber sieh zu, dass sie nicht einschläft.
• Breite Dialekte, etwa sächsisch, schwäbisch, hessisch, fränkisch, lassen den leckersten Kerl im Nu als Hinterwäldler dastehen.

Wie flirte ich als Mann am besten mit Frauen? Körperkontakt suchen oder nicht?

Sein Bein ist zu aufdringlich platziert, dementsprechend zurückhaltend ist ihre Körpersprache…

Charme
Charme ist eine Mischung aus Selbstbewusstsein, intelligentem Humor und echter Liebe zum anderen Geschlecht. Ein charmanter Mann gibt uns das Gefühl, einmalig, spannend und anbetungswürdig zu sein, ohne dabei schleimig, kriecherisch oder penetrant zu wirken. Er ist verschmitzt und ein bisschen frech-dreist, doch hat einen feinen Radar dafür, wie weit er gehen kann. Sein Humor ist unterhaltsam (gemeinsames Lachen entspannt und macht Mädels ofener), aber nie verletzend. Er weiß, dass Frauen, was sie selber betrifft, oft herzlich wenig Spaß verstehen.
Tipps:
• Kitzle das weibliche Ego mit interessierten Fragen, ausgefallenen Komplimenten (spar dir die “schönen Augen”; lobe lieber ihre schmalen Hände, ihre süßen Lachfältchen oder ihren Scharfsinn).
• Schwärme nicht von anderen Mädels – niemals!
• Nimm deine Flamme für voll oder tu zumindest so, selbst wenn sie stundenlang über Haarprobleme, Klamotten oder die Gebrechen ihres Hündchens plappert.
• Rede ihr nicht nach dem Mund – Damen sind nicht so dämlich, wie manche Männer meinen.

Kleine Warnung zum Schluss: Je krampfhafter du dich bemühst, attraktiv oder sexy zu sein, desto weniger bist du´s. Aufgesetztes oder allzu Offensichtliches bringt unsere Hormone nicht in Aufruhr. Selbstbewusste Natürlichkeit hat immer noch die größte Anziehungskraft.

Viel Erfolg wünscht
Beatrice Poschenrieder