Hab seiner Ehefrau alles gesagt, hab jetzt den Schlamassel und Liebeskummer

Hallo Beatrice!
Ich bin am Boden zerstört.
Ich (30) habe seit 6 Monaten eine Affäre mit einem verheirateten Mann, er ist 35, seit 10 Jahren verheiratet, sie sind 15 Jahre zusammen, haben 2 Kinder (6 und 8 Jahre).
Ich habe es auffliegen lassen, habe angerufen bei ihm zuhause. Ich bereue es so!!! Es gab ein riesen Drama. Sie hat ihn vor die Wahl gestellt. Den Tag danach hat er mir noch gesagt, dass ich ihm fehle. Die Nacht danach hat ihn seine Frau so bequatscht und geweint, dass er am nächsten Morgen mit mir Schluss gemacht hat. Wir haben uns dann sofort getroffen und geredet. Er weiß einfach nicht, was er machen soll. Er liebt seine Kinder so sehr. Ihm wäre es lieber, wenn sie ihn rausschmeißt. Oder sich scheiden lässt. Aber das wird sie nie tun.
Er müsse sich in Ruhe Gedanken machen, sagte er. Jetzt hat er 2 Wochen Urlaub, ist die meiste Zeit zuhause. Sie weiß doch ganz genau, was sie sagen und tun muss.
Ich habe keinen Einfluss darauf. Das bringt mich um. Es ist so hart. Ich bin ganze Zeit nur am Weinen, weil ich Angst habe ihn nie wiederzusehen. Er ist mein Traummann. Wir waren die 6 Monate so glücklich. Er liebt mich wirklich, das weiß ich. Er war mir wirklich treu. Ich kann und will mir ein Leben ohne ihn nicht vorstellen. Und ich glaube, das will er auch nicht. Er weiß nur einfach nicht, was er machen soll.
Die Ehe war die letzten 5 Jahre nicht gut. Es hat ihm einiges gefehlt. In mir hat er es gefunden. Er hat mir gesagt, dass er nie so glücklich war wie mit mir. Sie macht ihn nicht glücklich. Es ist der Alltag, die Gewohnheit. Seit er 20 ist, ist er mit ihr zusammen.
Er hat die ganze Zeit, die wir zusammen waren nicht mit ihr geschlafen. Sie hat mal gejammert, dass er sich nicht mehr um sie kümmert. Er hat es nicht geändert. Sie ist alleine, wartet ganzen Tag nur auf ihn, dass er sie beschäftigt.

Ich bin die Geliebte und er ist verheiratet

Ich habe seine Frau angerufen und ihr alles gesteckt, jetzt bereue ich es so!

Ich kann nicht ohne ihn leben. Ich kann nicht schlafen, nicht essen, mir ist übel, weine die ganze Zeit. Er sagt, er braucht Zeit. Das hat er vorher auch gesagt. Ich hätte sie ihm lassen sollen.
Ich will ihn nicht verlieren. Lieber warte ich ewig oder bin Geliebte. Aber ohne ihn geht es nicht.
Ich weiß, du siehst immer relativ wenig Chancen in sowas. Aber er hält den Kontakt mit mir, per SMS.
Ich weiß, er geht nicht, weil er die Kinder nicht verlassen kann. Sie wird ihn nie dazu zwingen. Davor hat sie viel zuviel Angst allein zu sein, Angst vor Veränderung.
Er liebt sie nicht mehr. Sie sagt, sie liebt ihn. Dabei hat sie all die Jahre nichts getan, um ihn glücklich zu machen. Sie weiß, er wird nie gehen wegen den Kindern. Sie hat gesagt, dass sie ihm überhaupt nicht mehr vertraut.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Ehe zu retten ist. Selbst wenn sie sich bemühen.

Ich kann nicht ohne ihn. Ich muss immer daran denken, wie glücklich wir waren.
Ich halte diesen Schmerz kaum aus. Ich habe solche Angst. Wie kann er eine unglückliche Ehe lieber leben als glücklich zu sein? Und selbst wenn ich nur weiterhin die Geliebte wäre. Er fehlt mir so. Von heute auf morgen ist alles weg. Nur einige SMS am Tag. Ich will nicht, dass er sich entscheidet. Er versteht nicht, dass die Kinder nicht wissen, dass er trotzdem für sie da wäre. Sie glauben, er wäre dann weg. Warum klammert sie sich so an ihn?
Er hat sie belogen, betrogen, ihr gesagt, dass er sie nicht mehr liebt, nur lieb hat. Ihr gesagt, dass er mich sehr lieb hat. Warum hilft sie ihm nicht?
Ihm fehlt der Mut.
Glaubst du, er wird mich ganz aufgeben? Glaubst du, er wird mich nie wiedersehen wollen? Er hat gesagt, dass es nicht heißt, dass er aus der Welt ist.
Das Ganze war jetzt am Sonntag, Montag, Dienstag. Ist also noch ganz frisch.
Er fehlt mir so sehr. Er sagt, er kann das nicht, mich sehen und dann den Kindern und Frau in die Augen schauen. Er wollte noch mehr Zeit haben. Jetzt muss er es übers Knie brechen, weil er zu einer Entscheidung gezwungen ist.
Ich bereue es so. Ich stand irgendwie neben mir.
Bitte sag mir, was mich erwarten kann. Habe ich noch Hoffnung?
Er hat gesagt, dass er erstmal Ruhe einkehren lassen will. Und wenn er ginge, dass er sich erstmal eine eigene Wohnung suchen würde und mich nicht den Kindern vorstellen würde. Jetzt hockt er 2 Wochen zuhause rum, sieht mich nicht, aber sie den ganzen Tag. Wie kann er da eine faire Entscheidung treffen? Wie kann er da vernünftig nachdenken?

Es tut mir so weh, dass ich keinen Einfluss habe, dass sie ihn manipulieren kann. Und das tut sie. Dabei ist es doch falsch. Die Ehe ist im Arsch. Darum hat er das auch mit mir gelebt. Wieso versucht er es nicht mal?
Ich befürchte nämlich, dass sie ihn so bearbeitet, mit den Kindern als Waffe, dass er mich ganz aufgibt. Das kann ich nicht verstehen. Wieso gibt er unserer Liebe nicht mal eine Chance?
Frau (30)
„Mr.

Ist er vielleicht ein Gebundener, ein Sexabenteurer oder ein anderer Typus, mit dem du nicht glücklich werden wirst? Woran du das schon zu Anfang erkennst, erfährst du hier!

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Liebe „Frau“,
sicher erwartest du, dass ich dich tröste und dir Hoffnung mache. Aber das kann ich nicht so recht. Denn wenn man sich auf jemand Verheirateten einlässt (der auch noch zwei so junge Kinder hat!), muss man immer damit rechnen, dass sowas passiert wie dir eben. Und du hast´s auch noch selber provoziert, indem du es hast auffliegen lassen.
Ich kann immer nur allen Leuten sagen: Lasst die Finger von Verheirateten, vor allem wenn sie Kinder haben – egal, was sie erzählen (von ihrer schlechten Ehe etc.). Bei aller “Liebe” oder besser gesagt Leidenschaft: ich finde es nicht gut, sich in eine Ehe einzumischen. Erstens bringt es meist nur Unglück und Leid für alle Beteiligten, zweitens muss ich auch immer an die Betrogenen denken. Ich kriege viele verzweifelte Briefe auch von dieser Seite.
Du spekulierst dauernd, warum seine Ehe überhaupt noch besteht oder warum sie ihn nicht gehen lässt. Nun, du hast keinen wirklichen Einblick in diese Ehe. Etliche Männer erzählen viel, wenn sie auf eine andere Frau scharf sind, lügen zum Teil sogar gnadenlos. (Bitte lies dazu auch das Kapitel “Der Gebundene” in meinem Buch «Mister Aussichtslos» und schau mein Youtube-Video unten!)

Der deine hat sich jedenfalls offenbar für seine Ehe entschieden, jedenfalls vorläufig, sonst wäre er ja schon raus, ne? Und so schrecklich kann seine Frau nicht sein, wenn er schon 15 Jahre mit ihr zusammen ist; er kannte sie schon 5 Jahre vor der Hochzeit und hat sie „trotzdem“ geheiratet, und sie haben nicht geheiratet, weil sie etwa schwanger war!
Nun möchte er, dass du ihm Ruhe und Zeit lässt. Respektiere das. Finde dich damit ab, dass du ihn erst mal nicht hast, vielleicht auch nie mehr. Du steigerst dich grade fürchterlich in die Vorstellung hinein, du könntest ohne ihn nicht leben – natürlich kannst du das! Du bist ja kein Baby, das nicht überleben kann, wenn die Bezugspersonen es in der Wildnis aussetzen! Bitte etwas weniger Selbstmitleid – übernimm die Verantwortung für das, was du getan hast, und für dein weiteres Leben.
Es wäre besser und sicher auch hilfreich, wenn du dich so bald wie möglich nach anderen Männern umsiehst. Wenn´s geht, nach ungebundenen!

Alles Gute
Beatrice Poschenrieder