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Sex Fragen : Spezielle Vorlieben

Trotz meiner Versprechen an meine Frau kann ich es nicht lassen zum Playboy zu onanieren

Thorsten, 33

Hi Beatrice,

mein Problem ist meine Leidenschaft für den Playboy. Bis ich meine Frau vor fünf Jahren kennengelernt habe, habe ich Playboy-Hefte gesammelt.
Bei meinen früheren Beziehungen habe ich meinen Freundinnen nie verheimlicht, dass ich so eine Sammlung besitze. Aber meiner Frau habe ich es von Anfang an verschwiegen, weil die Beziehung zu ihr immer etwas Besonderes war, und ich es mir mit ihr nicht verderben wollte.
Ich habe sogar schon früh in der Beziehung überlegt, ob ich die Sammlung auflösen soll.
Als ich versucht habe, für eine Weile auf Selbstbefriedung zu verzichten, habe ich gemerkt, dass ich (trotz einer gesunden normalen Sexualität innerhalb der Beziehung) meiner Leidenschaft, mit Hilfe des Playboys zu onanieren, immer wieder nachgeben musste. So habe ich die Sammlung behalten, aber nicht mehr so regelmäßig vergrössert wie früher.
Als ich dann mit meiner jetzigen Frau zusammen ziehen wollte (vor drei Jahren), habe ich schon gewusst, dass ich ihr meine riesige Sammlung nicht mehr verheimlichen kann. Also habe ich erstmal ganz vorsichtig gesagt, ich hätte noch so ein paar alte Playboyhefte, die würden vielleicht mal wertvoll. Sie hat ziemlich entsetzt reagiert und geasgt, dass sie von mir nicht gedacht hätte, dass ich so einen Schund besitze.
Nachdem sie sich beruhigt hatte, hat sie gesagt, das wäre zwar meine Sache, sie könnte und wollte mir nichts verbieten, aber sie wäre ausdrücklich dagegen. Dann hatte ich ein so schlechtes Gewissen, dass ich die Sammlung schließlich aufgelöst habe, und ihr erzählt habe, dass ich keine Playboys mehr besitze. Daraufhin war ich erstmal total erleichtert. Aber die Leidenschaft hat mich natürlich immer wieder gepackt, und ich habe mir immer mal wieder heimlich das eine odere andere Heft besorgt, um mich damit zu befriedigen. Ich schmeiße die Hefte aber aus Angst, meine Frau könnte mich erwischen, immer nach gewisser Zeit wieder weg.
Jetzt sind wir fast zwei Jahre verheiratet und ich bereue es, die Sammlung nicht mehr zu haben. Diese Leidenschaft macht mich oft unzufrieden, was auch unsere Beziehung belastet, wenn ich deshalb schlechte Laune habe. Meine Frau weiß dann nicht, was wirklich in mir vorgeht.
Ist mein Verhalten schon krankhaft oder ist mein Verlangen harmlos?
Sollte ich mit meiner Frau darüber reden oder es weiter für mich behalten? Alle diese Fragen belasten mich. Ich bin daher für jeden Rat dankbar.
Thorsten




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Lieber Thorsten,

im Prinzip ist deine Vorliebe ja völlig harmlos, aber nun, durch das indirekte Verbot deiner Frau, ist es leider schon etwas zwanghaft geworden. Es belastet dich und es belastet deine Ehe. Von daher müsstest du da vielleicht schon was machen.
Mit ihr reden, bringt wahrscheinlich nicht viel. Es wäre einfacher, sie selbst hätte sich an mich gewandt. Dann könnte ich ihr sagen: Fast alle Männer schauen sich ab und zu Bilder von nackten Frauen an und onanieren dazu und dass da absolut nichts Schlimmes oder Ekliges dabei ist.
Besser, ein Mann stillt sein Verlangen nach anderen Frauen auf diese Weise als mit reellen Frauen!
Aber wenn du selbst da was sagst (oder sie auf mich hinweist), wird sie nur noch mehr dicht machen.
Es wäre für eure Beziehung vielleicht besser, wenn es dir gelänge, deine Vorliebe für "Playboy-Selbstbefriedigung" durch eine andere Vorliebe zu ersetzen, die weniger riskant ist. Ich vermute, deine Vorliebe kommt durch eine Prägung in der Jugend - da hast du oft zum Playboy (o.ä.) onaniert, was? Man kann so eine Prägung evtl auflösen bzw ersetzen, aber das erfordert Geduld, aktive Arbeit, Kreativität und evtl die Hilfe eines Fachmanns.
Vielleicht möchtest du wenigstens mal eine Probestunde bei einem Psychologen, der auch Sexualtherapie macht, abhalten?
Herzlichst
Beatrice



Liebe Beatrice,

Interessant, dass du eine Prägung in der Jugend vermutest. Das ist tatsächlich so. Ich habe sehr früh angefangen zu onanieren (so ungefähr mit 7), und zwar weil ich den Anblick von schönen Frauen in Zeitschriften und Katalogen so erregend fand. Und dann habe ich mal mit 10 in den Playboy gesehen und war so fasziniert, dass ich das Heft unbedingt haben wollte, was aber nicht ging. Von da an wollte ich immer Playboys haben, aber das war natürlich mein geheimer Wunsch, den ich keinem erzählt habe. Und mit 13 habe ich mir dann zum ersten Mal heimlich ein Heft besorgt und von da an immer öfter. Wegen der Heimlichkeit hatte ich immer das Gefühl, etwas Verbotenes zu tun. Das könnte meine Leidenschaft erklären.
Zum Therapeuten zu gehen ist wirklich ein großer Schritt für mich. Aber vielleicht versuche ich es mal.
Thorsten
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