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Liebes Fragen : Liebe: Verschiedenes

Wie kriegt sie ihren schwulen Schwarm rum?

Martina, 35

Hallo!

Seit 2,5 Jahren liebe ich einen Schwulen. Am Anfang war es die Hoelle (Gewichtsverlust 15 Kg, Antidepressiva). Kontakt abbrechen kann ich nicht, da geht es mir dann besonders schlecht. Ich will mit ihm schlafen. Seit kurzem bespruehe ich kurz bevor ich zu ihm gehe, mit einem Maennerduft und ich hab das Gefuehl er schnueffelt und kommt mir oefters naeher. Habe ich je eine Chance, mit ihm einmal im Bett zu landen? Gibt es irgendwelche Tricks? Hast Du einen Tipp? Ich glaube, wenn das passieren wuerde, dann waere es fuer mich nicht mehr so schlimm, oder?
In der Hoffnung auf Hilfe verbleibe ich
Martina




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Hi Martina,

sorry, aber ich werd dir keine Tipps geben, wie du diesen Schwulen rumkriegen könntest. Erstens würden sie nicht helfen (warum soll er mit dir ins Bett gehen, wenn er auf Männer steht?), zweitens würde es DIR nicht helfen, mit ihm ins Bett zu gehen. Im Gegenteil, es würde deine Gefühlslage verschlimmern, so viel ist sicher.

"Seit 2,5 Jahren liebe ich einen Schwulen. Am Anfang war es die Hoelle (Gewichtsverlust 15 Kg, Antidepressiva). Kontakt abbrechen kann ich nicht, da geht es mir dann besonders schlecht." Tut mir leid, meine Liebe, das ist kein Fall für eine Briefkastentante wie mich, sondern für eine/n Psychotherapeutin/en. Was du da hast, hat mit Liebe nichts zu tun. Liebe entwickelt sich aus dem Aufeinander-Zugehen zweier Menschen, die alles miteinander teilen, was Liebende so teilen: gemeinsame Zeit, Unternehmungen, Geheimnisse, Zärtlichkeiten, Sex, Alltag, Probleme. Dein Ding mit diesem Schwulen, das ist nicht Liebe, sondern Selbstsabotage und Selbstzerstörung. Du solltest dich schläunigst in gute fachliche Hände begeben, bevor du dich noch mehr zerstörst.

Wie findest du eine/n gute/n Psychotherapeutin/en? Am besten herumfragen oder mal bei Pro Familia anrufen.

Ihr Bestreben, lieber Gerd, "auf Anhieb" einen Psychotherapeuten zu finden, der Ihnen "tatsächlich zu helfen vermag", ist schwierig, aber dennoch nicht aussichtslos. Es gibt einen Weg, den ich Ihnen eingangs empfahl: Informieren Sie sich umfassend, verlangen Sie nach harten Fakten und einer klaren therapeutischen Wegweisung. Vertrauen Sie durchaus Ihrem eigenen Urteilsvermögen: Wenn Sie nach spätestens fünf Stunden nicht erkennen können, wie Sie Ihr Therapieziel erreichen, dann scheuen Sie sich nicht, die Psychotherapeutin oder den Psychotherapeuten zu wechseln. Die ersten fünf Sitzungen sind dazu bestimmt, diese Frage zu beantworten, weshalb sie auch als probatorische Sitzungen bezeichnet werden.

Alles Gute
Beatrice

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