Auf Facebook teilen

Frag-Beatrice twittert!
Jetzt FOLLOWER werden!

Ihr Feedback!
Anregungen, Wünsche, Kritik? Schreiben Sie uns hier!

Add to Google
Die neuesten Liebes und Beziehungsfragen
Liebes Fragen : Verliebt & verloren

Jetzt wo sie mich endlich haben kann, kneift sie!

Bernd, 43

Hallo Beatrice,

mein Problem: Jetzt wo sie mich endlich haben kann, kneift sie!

Ich nenne schon seit fast 22 Jahren eine Frau meine(n) beste(n) Freund(in). Und sie mich auch. Ich bin verheiratet, habe zwei Kinder und in knapp drei Wochen trennt sich meine Frau von mir und nimmt die Kinder (17+12) mit. Der Grund für diese Trennung war nicht eine andere Frau bei mir oder ein Anderer bei ihr, sondern die Tatsache, dass meine Firma (GmbH) am 31. Januar d.J. Insolvenz angemeldet hat und in den nächsten Tagen gelöscht wird. Bisher läuft diese Trennung (z. Zt. im Haus) sehr gütlich. Tatsache ist, dass ich mit meiner besten Freundin seit jeher eine - ich würde einmal sagen - eng verwobene Freundschaft/Beziehung pflege, in der engstes Vertrauen und ... größte Liebe (und zwar für beide) eine Rolle spielen. Wir kommen nicht voneinander los und wollen es auch gar nicht. Unsere Freundschaft hat schon einige heftige Stürme überdauert und wir versicherten uns immer unserer Liebe. Ob ich meine Frau mit ihr betrogen habe? Nein, nicht bevor meine Frau mir mitteilte, dass sie weggeht. Meine Freundin lebt in einer - sagt sie - jeglicher Hinsicht unbefriedigten Beziehung und würde am liebsten mit mir zusammen sein. Aber obwohl sie weiß, dass ich von meiner Frau getrennt lebe, kann sie sich nicht entschließen ihre Beziehung zu beenden. Gleichzeitig habe ich das Gefühl, dass sie mich anzieht, wenn sie mich braucht, aber mich ebenso wieder von sich abstößt, wenn sie genug von mir hat. Wenn sie Probleme hat, holt sie sich den Rat, den sie braucht. Brauche ich sie, ist sie nur begrenzt für mich da. Und jetzt kommt der Hammer: Vor einigen Tagen sagte sie zu mir, "ich sagte dir, dass ich noch in einer Beziehung stecke - oder wie man das auch nennen mag mit D.. Aber da steht noch etwas Größeres dazwischen, nämlich R. [Anmerkung des Verfassers: ihr vor knapp drei Jahren verstorbener Mann]". (Mit ihrer jetzigen Beziehung lebt sie nicht zusammen!) Als sie das zu mir sagte, war ich doch etwas überrascht, denn sie baut mir zwei Schranken auf (jetzt D. und ihr toter Mann); ich verstehe und respektiere, dass sie möglicherweise noch in Trauer um ihren verstorbenen Mann ist, aber was hat dann ihre sog. "unbefriedigte Beziehung" dann dabei zu suchen, wenn ihr toter Mann "noch eine Rolle spielt"? Meine Fragen an Dich: Ich setze Freundschaft über Liebe, daher: sollte ich meine Gefühle für sie eliminieren und als nicht existent darstellen? Wie verhalte ich mich zukünftig zu ihr (außer dass ich immer für sie da sein werde -> als ihr bester Freund)? Vielen Dank für Deine Antwort im voraus.
Viele liebe Grüße, Bernd





Anzeige


Lieber Bernd,

du hast deinen Brief eingeleitet mit:
"Jetzt wo sie mich endlich haben kann, kneift sie!"
Ja, genau das tut sie. All die Jahre konnte sie dich gefahrlos zum Traummann stilisieren - gefahrlos, weil nicht Gefahr bestend, dass was Ernstes daraus wird. Nun, da es Realität werden könnte, werden in ihr irgendwelche komischen Ängste wach (entweder hat sie generell Angst vor der ganz großen Liebe mit allen Konsequenzen, oder du bist doch nicht ganz der Traummann) und sie kriegt kalte Füße und schiebt nicht nur den altgedienten Ausrede-Partner vor, sondern auch noch den toten Exmann! Hilfe!
Vermutlich musst du sie dir als Beziehungspartnerin aus dem Kopf schlagen. Das das nötig ist, dafür spricht auch folgendes:
"Gleichzeitig habe ich das Gefühl, dass sie mich anzieht, wenn sie mich braucht, aber mich ebenso wieder von sich abstößt, wenn sie genug von mir hat. Wenn sie Probleme hat, holt sie sich den Rat, den sie braucht. Brauche ich sie, ist sie nur begrenzt für mich da."
Das heißt, du bist viel mehr für die da und gibst mehr als sie. Das heißt, du empfindest mehr für sie als sie für dich. Und die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass das immer so bleibt. Das heißt, für dich wäre die Beziehung nicht sehr erfüllt, weil du erstens nicht so viel kriegen würdest, wie du verdienst, zweitens würde sie immer wieder auf Abstand gehen. Das ist auf Dauer ziemlich zermürbend und verletzend. Wie sollst du dich jetzt verhalten?
Gib dir und der Freundin ein paar Wochen Abstand, kümmere dich darum, deine Trennung und das mit den Kindern ordentlich über die Bühne zu kriegen, konzentriere dich drauf, dein Leben neu zu ordnen - und zwar NICHT mit Rücksicht oder Hoffnung auf diese Freundin, sondern ganz nach deiner Fasson! So dass es dir als Individuum gut geht. Ferner solltest du dich verstärkt um deine Kinder kümmern - für sie ist eine Trennung der Eltern ziemlich verstörend.
Und dann schau, was sich mit dieser Freundin ergibt. Lauf ihr nicht nach, lass sie kommen.
Liebe Grüße
Beatrice
Diese Seite bookmarken bei......
Anzeige

Folgende Briefe könnten für Sie interessant sein



2072