Mein Mann verließ mich, weil er einer andern “helfen muss” NEUE ANTWORT

Hallo Beatrice!
Ich habe die Frage von Zarah über ihr Helfersyndrom entdeckt. Ich glaube, mein Mann hat dasselbe Problem.
Im Moment bin ich in einer fatalen Situation. Ich kenne meinen Mann seit 16 Jahren, davon sind wir 3 1/2 Jahre verheiratet. Wir hatten immer eine ganz besondere Liebe. Mein Mann hat alles für mich getan und ebenso andersrum. Wir waren glücklich. Glaubte ich bis vor eineinviertel Jahren. Da verließ er mich für eine andere Frau. Sie hatte ihm in unserm Urlaub die Nummer zugesteckt. Das alles war ein großer Schock für mich, weil es vorher keine Anzeichen gab.
Situation ist jetzt: Er liebt mich, kann aber die andere Frau nicht verlassen, weil er ihr helfen muss. Sie hatte schon mal Magersucht und Bulimie und scheint ansonsten auch psychisch ziemlich labil zu sein. Sie hat keine Freunde und Probleme in ihrem Elternhaus. Mein Mann sagt mir, sie will in nächster Zeit neue Dinge angehen, wo er ihr helfen muss. Er sagt: “Ich und mein Helfersyndrom.”
Ich weiß nicht mehr, was ich machen soll. Er scheint dort dem Anschein nach nicht richtig glücklich zu sein. Er sucht immer wieder Kontakt zu mir. Das alles ist sehr schlimm für mich, da ich ihn liebe und meine Ehe retten möchte. Dazu kommt, dass wir vor 2 Jahren gebaut haben. Ich verliere nicht nur meinen Mann, sondern auch meine Existenz.
Ich weiß nicht, wie ich ihn dort losbekomme, da ich eigentlich sicher bin, dass er mich auch liebt. Er sagte es mir auch immer, dass er mich immer lieben würde. Er sagt, er würde am liebsten nach Hause kommen, kann aber nicht. Was soll ich da nur tun? Er taucht dort immer tiefer ein, hat auch ziemlich hohe Ausgaben, unter anderem, weil diese Frau ca. 300 km weit von uns entfernt wohnt, also fährt er dort jedes Wochenende hin, was natürlich ganz schön ins Geld geht, und er zahlt ihr dies und jenes, füllt den Kühlschrank etc.pp.. Also ruiniert er sich dort auch noch.
Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Vielleicht kannst Du mir noch ein Paar Tipps geben, wie ich meinen Mann wieder zurückbekommen kann. Ich habe alles versucht. Lange Leine, Pistole auf die Brust gesetzt usw….
Ich hoffe auf eine Antwort
Jana (34)

Liebe Jana,
hast du´s schon mal mit Kämpfen und weiblicher Rafinesse versucht? Die Andere gibt ihm das Gefühl, gebraucht zu werden, wichtig zu sein, und genau das braucht er. Also gib auch du ihm das Gefühl. Oder noch besser, gib ihm ein Wechselbad aus “Du bist der Tollste und ich brauch dich ja so sehr” und verwirrendem Rückzug.
Beispiel:
Zeige dich (bei Treffen oder in Nachrichten) total von deiner schwachen Seite, übertreibe ruhig ein wenig, so nach dem Motto: „Du fehlst mir so sehr, dass ich allmählich durchdrehe und depressiv werde… ich denke Tag und Nacht an dich – wie schön es immer mit dir war. Du bist der tollste Mann, den ich mir vorstellen kann. Erst jetzt wird mir wieder richtig klar, dass du mein Traummann bist… immer noch überaus attraktiv… denke auch ständig an unsere guten Zeiten im Bett – möchte, dass sie wiederkommen…“ usw. usf., selbst wenn du dir schon blöd dabei vorkommst. Aber eine Stunde später bist du für ihn unerreichbar, schickst ihn nach Hause, reagierst nicht auf Nachrichten, gehst nicht an die Tür, nicht ans Telefon.
Der Zweck heiligt ja bekanntlich die Mittel!
Warum das das effektivste Mittel ist, um die Gefühle eines Mannes nicht nur zum Lodern zu bringen, sondern in ein wildes Feuer zu verwandeln, erklärt sehr toll das Buch «Das Geheimnis, wie sich ein Mann wieder in Sie verliebt: Wie Sie ihn wieder an sich binden, wenn er sich von Ihnen emotional entfernt hat».

Mach ihm auch klar, dass du ihn brauchst wegen des Hauses – aber bitte immer auf eine liebevolle und eher hilflose Art und nicht mit Vorwürfen oder spitzen Bemerkungen! Die treiben ihn nur wieder weg. Bitte schau hierzu auch mein Youtube-Video „Mann ändern“ – siehe unten!
Ansonsten bleibt dir nicht viel mehr als Abwarten. Warten, dass er sich seiner alten Liebe wieder besinnt oder dass er seiner Bulimikerin nicht mehr helfen muss oder dass sie ihm über wird…. Kümmere dich bis dahin um dich und deine Seele, gönn dir was und weine dich kräftig bei Freunden/innen aus.
Alles Gute
Beatrice Poschenrieder