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Liebes Fragen : Beziehungsprobleme

Mein Freund kostet mich Kraft und Nerven, aber ich zögere, auszuziehen

Jane, 26

Ich wohne mit meinem Freund nun 4,5 Jahre zusammen. Nun ?berlege ich mir ernsthaft auszuziehen, denn ich wei? nicht, ob ich mir das Zusammenleben wirklich weiterhin zumuten sollte. Ein Beispielfall: Gestern nach der Arbeit war ich schon sehr m?de und wollte deswegen nichts Besonderes mehr unternehmen. Mein Freund wollte unbedingt etwas unternehmen und schlug vor ins Kino zu gehen. Also sind wir zum Kino gefahren um 21Uhr, jedoch kam unser Wunschfilm erst um 23 Uhr. Mein Freund schmollte und wollte unbedingt den Film sehen. Ich erkl?rte ihm, da? ich einfach viel zu m?de sei und am n?chsten Tag zur Arbeit fr?h aufstehen m??te. Er machte weiter auf beleidigte Leberwurst, nur mit M?he bekam ich es hin, da? wir wieder zu Hause ankamen. Zu Hause angekommen, schlug ich ihm vor (zur Bes?nftigung), es uns in der Badewanne gemeinsam gem?tlich zu machen. Schmollen. Dann habe ich mich schon mal zum Schlafen hingelegt und er hat nicht aufgeh?rt, sich im Bett wie wild zu w?lzen, dauernd wieder aufzustehen, kurz einfach Unruhe zu erzeugen, so nach dem Motto: du wolltest nicht mit mir ins Kino, also leide gef?lligst. W?ren wir ins Kino gegangen, dann h?tte ich meinen Schlaf bekommen!
Es ging nicht einmal, ihn mit Sex zu beruhigen!!!
Also, da denk ich mir doch : Hau endlich ab oder Ich zieh aus!

Aber der Aufwand, mir eine neue Wohnung zu suchen (M?nchen), oder auch Angst, wie mein Leben weiter verlaufen wird (ich bin zwar erst 26 Jahre, aber wer wei?) lassen mich z?gern.

Lieber w?re es mir, wenn er aus der Wohnung auszieht, aber das macht er nat?rlich nicht. Er versucht mich dann immer wieder davon abzuhalten mit "Wir haben uns doch lieb, oder?". Andererseits muss ich mir dann wieder anh?ren "Du bist schuld, wenn du nachgegeben h?ttest, dann w?re alles friedlich verlaufen". Da denk ich mir jetzt langsam: Will ich bis an mein Lebensende mit so jemandem wirklich zusammen sein???Eigentlich nicht, aber lieben tu ich ihn schon. er ist seit September fertig mit studieren und arbeitet bis februar 2 tage an der Uni. Er befindet sich gerade in einer Umbruchsphase, da er sich jetzt bewerben muss. Er hat momentan Zweifel, ob er die stellen auch bekommt, f?r die er sich interessiert, oder ob er in seinem Leben mit einer anderen Arbeit sich abfinden muss. Dabei soll ich ihn unterst?tzen. Das tue ich auch, soweit es mir m?glich ist. Jedoch verh?lt er sich sehr schwierig, siehe obiges Beispiel. Wenn wir dann streiten, dann bin immer ich die Schuldige, die ihm "seine Kraft zum Bewerben" raubt. Ich stecke noch mitten im Studium, habe einen Nebenjob, den ich an 2,5 Tagen in der Woche aus?be und m?chte im M?rz die letzten beiden Pr?fungen zum Zwischenstudienabschnitt hinter mich bringen.

Was mich zur Wei?glut bringt, ist seine verdammte Sturheit, und immer bin ich es, die schuld ist. Und dann kommen solche Ausbr?che, wie oben geschrieben und er spinnt die ganze Nacht-- egal ob ich arbeiten muss oder nicht!

Wie verhalte ich mich am besten?br /> Jane





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Hallo Jane,

dein Impuls, auszuziehen, ist der Richtige. Was dich davon abh?lt, ist ja nicht etwa Liebe, sondern Zukunftsangst und ein gewisser Aufwand. Aber ist es derzeit nicht so, dass dein quengeliger Freund dich insgesamt viel mehr Energie kostet als wenn du eine Wohnung suchen w?rdest? Und du k?mest auch mit deinen zukunftsweisenden Dingen besser zurande, wenn du nicht diesen Kerl am Bein h?ttest, der dir mit seiner unreifen Art Zeit, Nerven und Schlaf raubt. Sein Hauptproblem ist, dass er viel zu wenig Verantwortung f?r sich und sein Handeln ?bernimmt und das stattdessen dir zuschiebt. Von daher ist dein "Bauchgef?hl", ihn sich selbst zu ?berlassen, genau das, was hier gefragt ist - f?r dich und f?r ihn.
Also schmei? ihn raus oder such dir eine andere Bleibe
Beatrice
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